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Samsung Galaxy S7 Duos

Das Samsung Galaxy S7 in der Duos Variante für 2 SIM-Karten kommt entweder mit einem flachen 5,1 Zoll Quad-HD Display oder, als S7 edge Duos, mit einem doppelseitig gebogenen 5,5 Zoll großen Screen. Beide Samsung Handys sind weitestgehend identisch und entsprechen nahezu 1:1 den jeweiligen Varianten mit einem einzigen SIM-Steckplatz. Wie gut ist das Galaxy S7 im Test als Dual-SIM Handy? Wir haben die wichtigsten Daten für die verschiedenen Geräte im Vergleich.

Samsung Galaxy S7 Test und Duos Infos

Samsung Galaxy S7 Duos

  • Android 6.0
  • 5,1 Zoll Display, 2560 x 1440 Pixel
  • LTE, HSPA+, GPRS
  • Octa-Core Exynos 8890 Prozessor (4x 2,3 + 4x 1,6 GHz)

Schnelles Fazit nach unserem ausgiebigem Test: Der Nachfolger des Galaxy S6 (Test) setzt das bisherige Design fort, steigert aber diverse Leistungswerte auf neue Höchstwerte. Weiter unten gehen wir auf die Infos zu Ausstattung, Eigenschaften und Testberichte ein. Vorher finden Sie hier aber zunächst einmal auf einen Blick die verschiedenen S7-Versionen, die es derzeit gibt: Mit flachem und gebogenem Display sowie mit einem oder mit zwei SIM-Plätzen. Übrigens: Alle weiteren Eigenschaften unterscheiden sich zwischen den Duos- und Single-Varianten nicht oder so minimal, dass sie aus unserer Testsicht keinen Unterschied machen.

Galaxy S7 + edge + Duos Vergleich: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Samsung Galaxy
Variante
S7
Duos
S7
(Single-SIM)
S7 Edge
(Single-SIM)
S7 Edge
Duos
S7 Edge
Duos
ModellnummerG930FDG930G935G935FDG9350
4G (LTE)800, 1800, 2600 MHz800, 1800, 2600 MHz800, 1800, 2600 MHz800, 1800, 2600 MHz800, 1800, 2600 MHz
3G (UMTS, HSPA+)850, 900, 1900, 2100 MHz850, 900, 1900, 2100 MHz850, 900, 1900, 2100 MHz850, 900, 1900, 2100 MHz850, 900, 1900, 2100 MHz
2G (GSM, GPRS, EDGE)850, 900, 1800, 1900 MHz850, 900, 1800, 1900 MHz850, 900, 1800, 1900 MHz850, 900, 1800, 1900 MHz850, 900, 1800, 1900 MHz
ProzessorSamsung Exynos 8890
Octa-Core
Samsung Exynos 8890
Octa-Core
Samsung Exynos 8890
Octa-Core
Samsung Exynos 8890
Octa-Core
Qualcomm Snapdragon 820
Quad-Core
Taktfrequenz4x 2,3 GHz
4x 1,6 GHz
4x 2,3 GHz
4x 1,6 GHz
4x 2,3 GHz
4x 1,6 GHz
4x 2,3 GHz
4x 1,6 GHz
2x 2,15 GHz
2x 1,6 GHz

Display: 5,1 Zoll mit 2560×1440 Pixel

Im Grunde gibt es keine Änderungen gegenüber dem Vorgänger. Auch das Galaxy S7 Display löst wieder ultrascharf auf, mit derselben Pixelmenge und Bilddiagonale. Die Kombination aus 5,1 Zoll, 2560 x 1440 Pixel und 557 ppi Pixeldichte hatte uns im Test enorm überzeugt. Hinzu kommt die hervorragend leuchtende Farbwiedergabe und die sehr gute Helligkeit des Super AMOLED Bildschirms.

Anders als von vielen vorhergesagt oder behauptet, arbeitet der Touchscreen weiterhin kapazitativ, reagiert aber nicht auf unterschiedliche Druckstärke. Im Vorfeld der Präsentation gab es viele Gerüchte über solch ein mögliches Force Touch Display, wie es bislang vereinzelt von anderen Herstellern (Apple, Huawei) angeboten wird. Wie allgemein im Topbereich üblich, kann auch das neue Flaggschiff von Samsung 16,7 Millionen Farben darstellen.

Bilddiagonale5,1 ZollDisplay-ArtSuper-AMOLED WQHD-Display
Bildauflösung2560 x 1440 PixelSchutzCorning Gorilla Glass 4
Pixeldichte557 ppiDisplay-Anteil
der Frontseite
72.3 %
Bewertung Display
98,0%

Samsung Galaxy S7 edge Duos: 5,5 Zoll und Seitendisplays

5,5 Zoll Display im Galaxy S7 edge Dual-SIM
Das S7 edge übertrifft mit 5,5 Zoll seinen Vorgänger sowie die glatte Variante deutlich.

Auch die neue Generation hat wieder eine Variante im Angebot, deren Display an beiden seitlichen Bildschirmrändern über die gesamte Panelfläche nach hinten abgerundet sind. Neu ist jedoch die Größe im Verhältnis zur flachen Version: Das „edge“ ist zum Verkaufsstart ausschließlich mit 5,5 Zoll Diagonale erhältlich und hat somit deutlich mehr Bildfläche.

Damit wurde die ursprüngliche Form des S6 edge gestrichen, und nur das edge+ erhielte einen direkten Nachfolger. Ob es später doch noch eine kleinere Fassung gibt, ist bislang nicht bekannt. Die Bildauflösung ist jedoch dieselbe: die 2560 x 1440 Pixel auf dem WQHD Bildschirm haben uns schon im letzten Test enorm beeindruckt und haben definitiv keinen Verbesserungsbedarf.

  • Das Konzept der Bedienung ist hingegen prinzipiell dasselbe wie beim Vorgänger. Man kann jeweils einen der beiden Seitenschirme auswählen und dort z.B. Infodienste und App-Icons ablegen. So hat man einen Schnellzugriff auf häufig benötigte Nachrichten-Eingänge oder seine Lieblings-Anwendungen. Mit einem Wisch ins Innere des Screens kann man dann die Großansicht starten.
  • Eine nützliche Zusatzfunktion gibt es beim Telefonieren: Man kann mehrere Kontakte als VIP definieren und diesen eine bestimmte Farbe zuordnen. Ruft einer von diesen VIPs an, leuchtet das Display in der entsprechenden Farbe. Liegt das S7 edge dabei auf dem Bildschirm, erkennt man anhand des seitlichen Leuchtens den eingehende Anruf. Zum Telefonieren zieht man auch hier das Icon mittig ins Display ziehen.

 

Virtual Reality: Gear VR Brille und Samsung Galaxy S7

Als vor etwa einem Jahr das bisherige Flaggschiff Smartphone auf den Markt gekommen ist, war die ultrahohe Auflösung von Quad-HD noch relativ nutzlos. Mit Betonung auf relativ. Denn die Bildwiedergabe insgesamt wirkte überragend brillant, um im Test gefielt sie uns so gut wie kein anderes Handy. Doch mit dem Samsung Galaxy S7 erhalten die 557 ppi einen neuen Sinn. Der Hersteller präsentiert das Phone im Teaser-Werbespot als perfekte Ergänzung zu seiner Virtuelle-Realität-Brille Samsung Gear VR. Was das miteinander zu tun hat?

Bei normaler Displaybetrachtung ist schon ab rund 300 ppi mit bloßem Auge kein einzelner Bildpunkt mehr erkennbar. Doch indem man ein Superphone wie das Galaxy S7 in ein VR-Gehäuse wie das der Gear steckt, ändert sich das. Erstens sinkt der Betrachtungsabstand zum Panel auf wenige Zentimeter. Zweitens und vor allem sorgen dann spezielle Linsen dafür, dass man den Eindruck hat, rundum vom Bildschirm umgeben zu sein. Hier macht sich die nochmals feinere Bildauflösung daher deutlich bemerkbar und wird richtig sinnvoll.

Galaxy S7 Duos ohne Vertrag kaufen

Nach dem Unboxing am 21. Februar war es nur eine Frage der Zeit, bis die Samsung Handy Sparte auch das Galaxy S7 Duos präsentiert hat. Wer das Galaxy S7 Duos kaufen möchte, kann also jetzt zugreifen. Damit sind zwischen dem Unboxing und dem Verkaufstart („Release-Datum“) nur wenige Wochen vergangen. Damit hat sich das Tempo gegenüber den Vorgängern wie dem bereits genannten S6 und dem Galaxy S5 Duos (Test) nochmals erhöht. Denn die beiden Vorläufer kamen jeweils am 11.04.2014 bzw. am 10.04.2015 auf den Markt. Der Nachfolger ist insofern etwa einen Monat früher dran.

HauptprozessorOcta-Core Exynos 8890 Taktfrequenz4x 2,3 + 4x 1,6 GHz
Grafik-CoprozessorARM Mali-T880 MP12 Benchmark (Antutu)133967
Speicher4 GB RAM32 GB ROMbis zu 200 GB externer Speicher (via microSD-Karte)
Bewertung Leistung
89,5%

Galaxy S7 im Test: Unboxing und Leistung

Auch wenn es für viele nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie ihr nächstes Samsung Topmodell bestellen können: Für die meisten Fans ist trotzdem ein Samsung Galaxy S7 Test ganz wichtig für die Entscheidung, ob sie den S6-Nachfolger kaufen wollen oder nicht. Deshalb finden Sie hier bald neben unseren eigenen Eindrücken auch die ersten kurzen Testberichte zum klassischen Flaggschiff mit nur einem SIM-Slot.

Wie gut ist das S7 Duos im Vergleich?

Galaxy S7 und edge Vergleich
Wird ebenfalls spannend: Wie fällt der S7-interne Vergleich zwischen den beiden neuen Modellen mit glattem 5,1-Zoll und doppelt gewölbtem 5,5-Zoll edge Phone aus?

Nach wie vor gilt das „Sechser“ als eins der besten Smartphones überhaupt. Das S7 muss sich also sowohl mit den Flaggschiffen der direkten Wettbewerber wie Apple iPhone 6s messen. In Bezug auf die Dual-SIM Variante sind hingegen die Vorzeigegeräte wie LG G4 Duos und Sony Xperia Z5 die Konkurrenz.

Doch nicht nur die Highend-Modelle anderer Marken stehen beim S7 Duos Vergleich im Fokus, sondern auch Endgeräte aus den eigenen Reihen. Denn die Qualität der bisherigen Superphones legt die Messlatte hoch. Und innerhalb von etwa einem Jahr entwickelt sich die Technik rasant weiter. Das bedeutet aber auch: Wenn das S7 im Test nur etwas besser abschneiden sollte als sein Vorgänger, wäre das etwas enttäuschend.

Tatsächlich handelt es sich aber um deutliche Verbesserungen der bisher schon gewohnten Eigenschaften. Und das in fast allen Bereichen, vor allem aber bei der Geschwindigkeit. Doch noch ein anderer Punkt ist bei der Entscheidung wichtig: Wer ein neues S7 kaufen will, muss sich ja zwischen dem klassischen und dem seitlich gebogenen Display entscheiden. Welches hat da die Nase vorn?

Verfügbarkeit in Deutschland

Wenn man sich die Modellpolitik von Samsung über die letzten Jahre hinweg ansieht, so hat der Handyanbieter immer weniger seiner Dual-SIM Modelle in Deutschland vermarktet. Vor allem die Top-Geräte der S-Reihe, aber auch die beliebte A-Serie ist hierzulande ausschließlich mit einem einzigen SIM-Slot verfügbar. Insofern ist es keine Überraschung, dass der Hersteller aus Korea diese Vermarktung auch weiterhin beibehält.
Im Ausland – vor allem in Südost-Asien, in arabischen Ländern, Russland und Südamerika – gehören die Dual-SIM Varianten des Galaxy S7 dagegen wieder zum Standard-Sortiment. Dort gab es ganz offiziell schon zuvor diverse Modelle aller Baureihen auch mit 2 SIM-Steckplätzen zu kaufen. Man muss also auf freie Importeure zurückgreifen, bzw. auf Online-Shops, die den Import aus dem Ausland übernehmen.

Mobiles Internet

Die genauen Eigenschaften beim Surfen konnten wir noch nicht ansehen bzw. testen. Weil das Galaxy S7 Duos höchstwahrscheinlich die Leistungen seines Vorgängers übertreffen wird, sind dessen Eigenschaften aus unserer Sicht Mindeststandard für das S7. Dazu gehören nicht nur LTE bis 300 Mbit/s, sondern auch die Möglichkeit, den Download via mobiles Internet mit dem per WLAN zu koppeln, sodass man vor allem große Apps, Dateien oder Filme noch schneller streamen kann.

Inzwischen kursieren seit längerer Zeit folgende Zahlen: 600 Mbit/s soll der maximale Downlink-Speed sein, wenn das Phone auf LTE Cat.9 oder Cat.12 zurückgreifen kann. In Deutschland ist derzeit aber unserers Wissens kein so hoher Datendurchsatz im Mobilfunk verfügbar.

Wichtig beim Kauf gerade in ländlichen Gebieten: Auf die unterstützten 4G-Frequenzen achten. Denn bei einigen LTE Dual-SIM Handys, die in den letzten Monaten auf den Markt kamen, fehlte das 800 MHz Band. Das ist aber vor allem in dünner besiedelten Gebieten verbreitet.

Für Städte und Ballungsräume spielt es keine so entscheidende Rolle, dort sind vor allem die beiden anderen Bänder (1800 und 2600 MHz) verbreitet.Diese werden in der Regel unterstützt. Allerdings sollte man beim Vertrag darauf achten, wer der Anbieter ist: Die 1800er-Frequenz wird z.B. nur von der Telekom und dem ehemaligen E-Plus LTE Netz unterstützt.

DatenübertragungFrequenzenMax. Down-/Upload
LTE, HSPA+, GPRS 4G: 800 / 1800 / 2600 MHz450 Mbit/s
3G: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz50 Mbit/s
2G: 850, 900, 1800, 1900 MHz
Bewertung Internet
95,5%

Betriebssystem

Mit Android 6.0 hat das neue Top-Smartphone der Koreaner erwartungsgemäß die neueste Variante des Google Betriebssystems auch beim S7 zum Einsatz gebracht.

Außerdem installiert der Handyanbieter wie bei eigentlich allen übrigen Endgeräten auch beim neuen Superphone wieder seine hauseigene TouchWiz Oberfläche. Das ist für die einen klasse, weil die Bedienoberfläche einige sehr praktische Extras bietet. Andererseits gibt es Android Fans, denen das pure OS lieber wäre. Wir gehen aktuell jedenfalls davon aus, dass TouchWiz vorinstalliert ist.

BetriebssystemAndroid 6.0NutzeroberflächeTouchWiz

Äußeres und Farben

Das vorige S-Flaggschiff war gegenüber seinem Vorgänger ein enormer Sprung in Sachen Materialwahl und Verarbeitung. Von Kunststoff und Metalloptik hin zu Glas und echtem Metall. Die neue Generation ändert daran – nichts. Der gesamte Eindruck enstpricht dem des Vorläufers. Natürlich gibt es einzelne  Modifikationen. Aber man muss fairerweise sagen: Die Basis des S6 war so hoch, das ein S7 Design und Wertigkeit kaum noch steigern kann.

Anders sieht es bei der Funktion aus. Das Gehäuse ist sowohl staub- als auch wasserdicht gemäß IP-Klasse 68 Zertifizierung. Damit macht es einen großen Vorteil wett, den bislang speziell das Sony Xperia Z5 Dual im Test bietet. Damit ist die IP-Klasse sogar nochmals besser als die im Vorfeld als Leakd genannte IP67. Wichtig dabei: Man kann dennoch nicht alles mögliche mit dem S7 veranstalten. Die IP Zertifitizierung gilt z.B. nicht für Cola oder Salzwasser. Vor allem die zweite Ziffer ist dabei interessant: Die „8“ besagt nämlich: „Geschützt vor eindringendem Wasser beim Eintauchen ohne Zeitlimit.“

Natürlich ist auch das Galaxy S7 in verschiedenen Farben erhältlich. Dabei kommt es, jedenfalls bislang, zu keinen Überraschungen. Der Hersteller nennt Schwarz, Weiß und Gold. Wobei letzteres erst zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen sein wird. Eine auffällige Farbe wie etwa Rosé nimmt Samsung demnach nicht ins Sortiment auf.

Maße14,24 x 6,96 x 0,79 cmGewicht (inkl. Akku)152 GrammIP68

Kamera

Die Kamera ist zumindest für alle, die gerne fotografieren, vermutlich das Highlight beim S7. Und das obwohl die Auflösung in Megapixel zurückgeht. Denn stattdessen setzt der Hersteller auf eine deutlich verbesserte Blende und einen optimierten Sensor. Im Einzelnen bedeutet das unter anderem folgendes:

  • Hauptkamera mit 12 Megapixel (statt bislang 16 Megapixel) und UHD (4K) Videoaufnahme
  • Frontkamera mit unveränderten 5 Megapixel
  • Blende mit f/1,7 – das ist die lichtstärkste Blende bislang in unserem Test. Zum Vergleich: Das S7 würde das S6 (f/1,9) um 0,2 Punkte übertreffen, ein gewaltiger Unterschied bei schwierigen Lichtverhältnissen.
  • Dual-Pixel AF Funktion, wie sie Canon schon in digitalen Spiegelreflexkameras eingesetzt hat
  • Einzelner 1/2 Zoll Bildsensor

Vor allem bei Aufnahmen im Zwielicht bedeutet ein niedrigerer Blendenwert deutliche Vorteile: Denn die Optik lässt mehr Restlicht auf den Sensor. So kann man auch in recht dunkler Umgebung klare Fotos erhalten, statt nur Pixelrauschen aufzuzeichnen.

Ein ganz anderer Punkt, der nichts mit der Bildqualität zu tun hat: die bislang vorstehende Optik verschwindet mit der neuen Generation wieder mehr bündig ins rückseitige Gehäuse. Auch wenn es uns im Test nicht gestört hat, ist das definitiv angenehmer in der Hand bzw. in der Hosentasche.

HauptkameraFrontkamera
Kameraauflösung12,0 Megapixel5,0 Megapixel
Blendef/1.7 f/1.7
AusstattungLED-Blitz, HDR, optischer Stabilisator HDR
Bewertung Kameras
84,6%

SIM-Slots

Samsung Galaxy S7 Test: Dual-SIM Schlitten
Im Galaxy S7 Duos Test lässt sich der microSD-Platz auch für eine 2. SIM im Nano-Format nutzen. Die zusätzliche Vertiefung fehlt beim „normalen“ S7. Im Vergleich zu anderen Handys ist die Bezeichnung der Belegung (SIM1, SIM2) gut lesbar.

In der Duos Variante des Samsung Flaggschiffs sorgen zwei Nano-SIM Karten für die Verbindung zum Mobilfunknetz. Es gibt jedoch weiterhin nur einen SIM-Schacht am oberen Gehäuserand. Lässt man den SIM-Schlitten wie gewohnt mit einem dünnen Stift hervorkommen, ist der Unterschied zwischen Duos und Single-Version erst auf den zweiten Blick zu sehen: Neben dem ohnehin vorhandenen SIM-Platz ist der microSD-Steckplatz mit einer zusätzlichen Vertiefung versehen. Dadurch kann man dort statt der Speicherkarte wahlweise nun auch eine (zweite) Nano-SIM nutzen. Im Innern des Gehäuses befindet sich an der entsprechenden Stelle eine zweite SIM-Kontaktstelle.

Der Vorteil: Man braucht keinen zusätzlichen Slot im Gehäuse, alle Abmessungen entsprechen dem Mono-SIM S7. Der Nachteil: Man muss sich entscheiden, ob man eine zweite Rufnummer oder Zusatzspeicher im Handy verwenden will. Legt man zwei SIM-Karten ein, kann man keine microSD nutzen. Das ist insofern wichtig, als das S7 in allen Varianten (bislang zumindest) ausschließlich mit 32 GB internem Speicher ausgestattet ist.

Wem 32 GB für Fotos, Songs und Games nicht genügen, kann bei der Dual-SIM Version also nicht einfach Zusatzspeicher per microSD aufrüsten. Allerdings lassen sich Dateien inzwischen sehr gut per Cloud auslagern, dezentral speichern oder speziell Songs und Videos per Streaming abrufen. Das kostet mobil jedoch Datenvolumen. Uns hat es im Galaxy S7 Test nicht gestört, optimal ist diese hybride Lösung aber sicherlich nicht.

Parallel zu den vielen Gerüchten rund ums Galaxy S7 kursierten zudem einige News in Sachen „eSIM„. Dabei handelt es sich um eine neue Technik, zu der sich unter anderem Samsung und Apple zusammengeschlossen haben. Dabei werden die Daten einer SIM-Karte nicht mehr auf einem Wechselmedium gespeichert, sondern direkt auf einem Chip im Handy hinterlegt. eSIM bedeutet „embedded SIM“, also etwa „eingebundene SIM“.

Die ersten eSIM Smartphones sollen 2016 auf den Markt kommen. Das Galaxy S7 ist damit noch nicht ausgestattet – somit sind die Fragen auch nicht akut, ob es sich für den Verbraucher bei der eSIM eher um einen Fortschritt handelt oder ob es in der Praxis eher Nachteile gibt. Vermutlich wird sich das beim Apple iPhone 7 im Herbst 2016 zeigen. Das Flaggschiff der Koreaner bietet jedoch weiter den klassischen Tray, um beide Karten einzulegen.

Formate & Stecksplätzer
SIM 1Nano-SIM
SIM 2Nano-SIM
Bewertung SIM-Slots
100%

Akku

Beim S6 hat vor allem die Schnellladefunktion punkten können. Diese Funktion hat Samsung auch ins neue Modell gepackt und eventuell noch verbessert – das muss nach der Präsentation geprüft werden. Zuletzt wurde kolportiert, dass die Zeit fürs drahtlose Aufladen 120 Minuten bei der klassischen Version und 2,2 Stunden bei der edge Variante betragen soll.

Wichtiger war es für den Anbieter jedoch, die Kapazität des S7 Duos Akkus zu steigern. Denn gerade wenn man die vielen Möglichkeiten nutzt, gehen aufgrund der hohen Auflösung und sehr starken Rechenleistung auch die Batteriereserven schneller zur Neige.

Mit 2550 mAh hat die frühere Generation z.B. deutlich weniger Power als andere, teils viel billigere Handys. 3000 mAh sind daher eine erfreuliche Verbesserung. Nochmals mehr, nämlich 3600 mAh, bietet der Akku in der 5,5 Zoll großen S7 edge Duos Variante. Das verbraucht mit seinem 0,4 Zoll größeren Bildschirm auch entsprechend mehr Strom.

Akkukapazität3000 mAh
Maximale Gesprächszeit1320 Minuten
Maximale Standbyzeit27000 Minuten
SchnellladefunktionJa, 100% in 90 Minuten
Bewertung Akku
97,0%

Fazit

High-End Smartphone auf neuestem Stand, und das mit 2 SIM-Karten Slots: Das Galaxy S7 Duos bietet das derzeit aus unserer Sicht beste Gesamtpaket aller Dual.SIM Endgeröte. Allerdings zu einem noch happigen Preis. Wer aktuell ein deutlich schwächeres Smartphone verwendet, kann auch mit dem S7 Vorgänger oder in einem Dual-SIM Superphone der Wettbewerber sehr gute und schnelle Handys finden. Wer etwas tiefer in die Tasche greifen kann, erhält mit dem neuen Galaxy aber Höchstleistung in fast jeder Hinsicht.



Vorteile

  • Sehr leistungsstark
  • Sehr gute Materialqualität
  • Alle deutschen LTE Frequenzen




Nachteile

  • Hoher Preis


Auf einen Blick
GesamtwertungDisplayKamerasInternetSIM-SlotsLeistungAkku
93,5%
98,0%
84,6%
95,5%
100%
89,5%
97,0%

Worauf muss ich achten, wenn ich ein Galaxy S7 Duos kaufen will?

Da die Geräte als Import verfügbar sind, muss man vor allem auf die Mobilfunkfrequenzen achten. Samsung stellt die Duos-Varianten seiner Smartphones nicht für Deutschland, sondern für andere Märkte her. Daher sind die Frequenzen (auch „Bänder“ genannt) eventuell nicht komplett deckungsgleich mit denen, die hiesige Mobilfunkprovider bereitstellen.

Bei 2G (GSM, GPRS) und 3G (UMTS, HSPA+) sind die Frequenzen eigentlich immer auch für Deutschland geeigent. Abweichungen gab bei den besten Modellen im Test zuletzt nur bei LTE. Das 4G-Modul im S7 Duos muss 800, 1800 und 2600 MHz unterstützen. Vor allem das Band 20 (800 MHz) fehlt manchmal. So war es auch beim Vorgänger Galaxy S6: erst nach einigen Wochen gab es eine Modellpflege, bei der auch dieses Band abgedeckt wurde. Gerade im ländlichen Raum funken viele Zellen auf dieser niedrigen Bandbreite.

Außerdem gibt es verschiedene Prozessor-Varianten, wobei die jeweilige Leistung sich stark ähnelt. Das gilt übrigens auch für die S7 Handys mit einem einzigen SIM-Steckplatz. Denn diese erhalten je nach Weltregion unterschiedliche Chipsätze. Das sollte grundsätzlich wohl keine Rolle bei der Nutzung spielen. Falls Sie Wert darauf legen, ein Duos Modell mit denselben Chips wie die in Deutschland offiziell erhältliche Version zu kaufen: Im Galaxy S7 Vergleich oben auf dieser Seite finden Sie die entsprechenden Details angegeben.

Seit wann kann ich das Galaxy S7 kaufen?

Die Präsentation fand auf dem Galaxy Unpacked Event vor dem MWC 2016 statt, Verkaufsstart der Single-SIM Version war der 11.03.2016. Die Varianten von S7 und edge mit 2 SIM-Steckplätzen sind seit dem 16.03. im Handel – allerdings vor allem im Ausland. Der erste Anbieter, den wir finden konnten, ist ein Handyshop aus China, der seine Waren aus Großbritannien verschickt.

Schon gewusst? Samsung versuchte zum Erscheinungstermin anscheinend mit aller Macht, dem S7 zum Erfolg zu verhelfen. Deshalb hat der Handyanbieter eine Gratis-Aktion gestartet. Wer das S7 oder S7 edge noch vor dem Verkaufsstart bestellte (direkt bei Samsung oder einem Partner, der an der Aktion teilnimmt), erhielt laut offizieller Website eine Virtual-Reality-Brille Gear VR dazu. Das galt soweit wir wissen allerdings nur für die Single-SIM Version. Für das Galaxy S7 Duos gab es dieses Extra anscheinend nicht.

Technik und Handydetails

EigenschaftWert
BetriebssystemAndroid 6.0 (TouchWiz)
Bildschirm
Display / Bilddiagonale 5,1 Super-AMOLED WQHD-Display
Bildauflösung2560 x 1440 Pixel, 557 ppi
Kameras
Hauptkamera12,0
Frontkamera5,0
Mobilfunk
SIM 1Nano-SIM
SIM 2Nano-SIM
ÜbertragungsstandardsLTE, HSPA+, GPRS
Unterstützte FrequenzenLTE / 4G: 800 / 1800 / 2600 MHz
UMTS / 3G: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz
GSM / 2G: 850, 900, 1800, 1900 MHz
Leistung
Speicher4 GB RAM Arbeitsspeicher
32 GB interner Speicher
bis zu 200 GB externer Speicher (via microSD-Karte)
ProzessorOcta-Core Exynos 8890 mit 4x 2,3 + 4x 1,6 GHz Taktfrequenz
Grafik-EinheitARM Mali-T880 MP12
Benchmark-Test133967 (Antutu)
Akku 3000 mAh
Gehäuse
Maße14,24 x 6,96 x 0,79 cm
Gewicht152 g
Weitere Ausstattung
Sensoren
  • Fingerabdrucksensor
  • Beschleunigung
  • Gyroskop
  • Annäherung
  • Umgebungslicht
  • Hall
  • Barometer
  • Pulsmesser
  • Kompass (digital)
Sonstiges
  • Hauptkamera mit: f/1.7 Blende, Zeitlupe
  • IP 68 Zertifizierung, die für ein wasserdichtes und staubdichtes Gehäuse steht.
  • Drahtloses Aufladen möglich, mit einer entsprechenden Ladestation
  • Gehäuse aus Metall und Glas