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Samsung Galaxy Note 7

Das neue Flaggschiff-Phablet Samsung Galaxy Note 7 soll auch als Dual-SIM Handy auf den Markt kommen. Vermutlich liefert Samsung es zumindest in China und Indien in einer Variante für zwei Rufnummern aus. Daher nehmen wir das Modell bereits auf, auch wenn der Verkaufsstart und ein ausführlicher Test noch auf sich warten lassen. Besonders interessant wird dabei der Vergleich zum Samsung Galaxy S7 Duos (Test) sein.

Verkaufsstart und Rückruf des Note 7 nach Akku-Vorfällen

Da es nach Release der Single-SIM Variante innerhalb von zwei Wochen zu mehreren Unfällen wegen großer Akku-Probleme gekommen ist, war der Start der Version für 2 SIM-Karten lange offen. Auch den Verkaufsstart der „normalen“ Version hat Samsung für Europa mehrfach verschoben. Zuletzt war ein Release Ende Oktober für Europa angekündigt.
Samsung hatte die Probleme zunächst durch eine große Rückrufaktion der bislang etwa 2,5 Millionen verkauften Note 7 Geräte lösen wollen. Doch auch bei einzelnen Austausch-Notes kam es Anfang Oktober zu Überhitzungs- bzw. Brandproblemen. Inzwischen ist die Produktion komplett gestoppt. Die weitere Planung zum Modell ist unklar.

Samsung Galaxy Note 7 Test Dual-SIM

  • Android 6.0
  • 5,7 Zoll Zoll Display, 2560 x 1440 Pixel
  • LTE, HSPA+, GPRS
  • Octa-Core Prozessor (2,15 GHz)

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Display

Highlight im Note 7 Duos Test ist ganz klar das 5,7 Zoll große Quad-HD Display. Ähnlich wie beim Galaxy S7 Edge (Test) ist es auf beiden Längsseiten abgerundet. Damit kann man es zugleich auch als nochmals gewachsenen Nachfolger des S6 edge+ ansehen. Außerdem sind beim Note 7 erstmals bei Samsung auch Ober- und Unterkante gerundet. Ob sich das XL-Smartphone dadurch wie versprochen wirklich besser halten lässt, wird sich in der Praxis zeigen.

Schon im ersten Test hat das neue Super AMOLED-Panel übrigens einen Rekord in Sachen Helligkeit aufgestellt. Über 1000 cd/m² dürften selbst bei grellem Sonnenschein für eine sehr gute Lesbarkeit und reichlich Kontrast sorgen. Außerdem wird damit die HDR Darstellung möglich, sodass z.B. die Wiedergabe von HDR-Videos noch farbintensiver möglich ist. Um die Helligkeit sinnvoll zu dosieren, bringt das Note 7 zudem als erstes Smartphone Dual Ambient Lichtsensoren auf Vorder- und Rückseite.

 S-Pen

Über die Funktionen der S-Reihe hinaus bieten die Note-Modelle seit jeher zusätzlich die Bedienung per Stift, auch Stylus oder im Fall von Samsung „S-Pen“ genannt. Im Test wird dabei vor allem interessant sein, wie gut die Handschrift-Erkennung funktioniert und wie gut sich über einen dosierten Druckpunkt unterschiedliche Reaktionen steuern lassen.

Wir haben in unseren bisherigen Tests bereits diverse Smartphones und Phablets mit Stifteingabe im Alltag ausprobiert. Insgesamt merkt man, wie dieses Gadget über die Jahre immer praxisgerechter wurde: Man kann bei guten Geräten inzwischen wie mit einem echten Stift durch verschiedene Druckstufen unterschiedlich breite Linien ziehen, die Schrifterkennung funktioniert bei sehr guten Geräten weitgehend fehlerfrei und natürlich kann man sehr filigran ganz genau einzelne Mini-Grafiken anklicken, die man per Daumen oder Zeigefinger nie so exakt markiert hätte. Wie gut der neue S Pen abschneiden wird, werden wir noch herausfinden.
Bis es soweit ist, kann man sich schon einmal mit den Fakten von Samsung beschäftigen. Denn es handelt sich im Grunde um eine Neuentwicklung des vorigen S-Pen. Und dieser arbeitete bereits auf einem hohen Level. Er arbeitet noch filigraner, denn die Spitze misst jetzt 0,7 mm statt zuvor 1,6 mm. Er erkennt zudem noch feiner, wie fest man aufdrückt: statt 2048 registriert den neue Stift 4096 Druckstufen.Vor allem aber soll der neue Pen auch funktionieren, wenn er oder das Display mit klarem Wasser nass geworden sind.

Was uns besonders freut: Auch auf dem ausgeschalteten Bildschirm kann man mit dem S-Pen jederzeit Notizen erstellen. Sie landen zunächst einmal automatisch in der Notes App, wie auch alle anderen Notizen bei eingeschaltetem Display. Cool wird es, wenn man zugleich die „Always On Display“ Funktion nutzt. Denn dann bleiben die Notizen dauerhaft auf dem sonst abgeschalteten Display zu sehen. Damit hat man dann wohl einen der teuersten, aber auch exklusivsten Notizblöcke aller Zeiten zur Hand.

Verstauen kann man den S-Pen, solange man ihn nicht braucht, wie schon bei Note 4 und Note 5 direkt im Gehäuse. Man schiebt ihn an der unteren Schmalseite rechts in den entsprechenden Slot. Eigentlich ganz interessant, dass so viel Platz ist, da Hersteller im Allgemeinen auf jeden Kubikmillimeter Wert legen und unter anderem deshalb die SIM-Karten immer kleiner geworden sind.

Bilddiagonale5,7 Zoll ZollDisplay-ArtSuper-AMOLED WQHD-Display
Bildauflösung2560 x 1440 PixelSchutz
Pixeldichte518 ppiDisplay-Anteil
der Frontseite
%
Bewertung Display
94,3%

Mobiles Internet

Hat man den passenden Handyvertrag, kann man mit dem Galaxy Note 7 (Duos) so schnell surfen und Daten übertragen, dass es sich vor keinem anderen Smartphone verstecken muss. LTE ist mit an Bord, und neben 4G unterstützt das Gerät natürlich auch die langsameren Mobilfunkstandards 3G (UMTS, HSPA) sowie 2G. Sofern Sie das Note 7 Duos bei einem Händler aus dem Ausland bestellen, ist das jeweilige Modell ja nicht offiziell für den deutschen Markt vorgesehen. Neben der vorinstallierten Bediensprache sind dann die Netzfrequenzen einer der wenigen Punkte, in denen das Gerät von den hierzulande erhältlichen Varianten abweichen kann.

Wichtig sind vor allem die 4G und 3G Frequenzen, denn über sie erfolgt quasi der gesamte Datenaustausch im mobilen Internet. Und erfreulich zu wissen: Auch die chinesische Import-Variante des Note 7 Duos unterstützt laut Händlerangaben alle 3 deutschen LTE-Bänder mit 800, 1800 und 2600 MHz. Ebenso sind alle 4 UMTS-Frequenzen abgedeckt. Egal bei welchem Anbieter sie also ihren Handytarif haben und welche UMTS, HSPA oder LTE Bänder er vor Ort zur Verfügung stellt: Das Dual-SIM Note 7 unterstützt diese. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, schauen Sie nach Klick auf ein Händler-Angebot bitte dort in den Handydetails nach, die allein maßgeblich sind.

DatenübertragungFrequenzenMax. Down-/Upload
LTE, HSPA+, GPRS 4G: 800 / 1800 / 2600 MHz450 Mbit/s
3G: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz50 Mbit/s
2G: 1900 MHz
Bewertung Internet
92,9%

Betriebssystem

Ausgeliefert wird das neue Top-Phablet zunächst mit Android 6. Doch schon vor dem Beginn der Vorbestellungen hat Samsung ein baldiges Update auf Android 7 bekanntgegeben. Analag zu den bisherigen Versionen des Betriebssystems trägt auch dieses wieder einen Spitznamen, nach Marshmallow für die Version 6 dann „Nougat“
Wie lange muss man bis zum Update warten? Das ist nicht ganz klar, es dürfte aber noch 2016 so weit sein. Denn angekündigt wurde ein Upgrade innerhalb von 2 bis 3 Monaten. Gerechnet ab heute wäre das demnach also frühestens Mitte Oktober, rechnet man vom Verkaufsstart 2. September an, dann spätestens Anfang Dezember.
BetriebssystemAndroid 6.0NutzeroberflächeTouchWiz 4.0

SIM-Slots

In die Dual-SIM Variante des Note 7 kann man zwei Nano-SIM Karten einlegen. Wie aktuell üblich sind beide gleichzeitig auf Empfang. Sobald auf einer SIM ein Anruf ankommt, kann man diesen also direkt annehmen. Möchte man selber ein Telefonat aufbauen, ist das mit jeder der beiden Rufnummern direkt möglich. Wahlweise bestimmt man die gewünschte SIM-Karte nach Nummerneingabe oder Kontaktauswahl per Icon-Tipp auf die gewünschte Karte – oder man stellt vorab ein, dass man ausgehende Gespräche immer nur von einer bestimmten SIM führen möchte. Was das Menü „SIM-Karten Verwaltung“ im Einzelnen für Optionen bietet, sehen wir uns nach dem Verkaufsstart im ausführlichen Note 7 Duos Test an.

Dual-SIM StandBy bedeutet zugleich, dass man nicht gleichzeitig auf beiden Rufnummern telefonieren oder simsen kann. Während die eine SIM eine aktive Netzverbindung hat (also: telefoniert), ist die andere aus ihrem Netz abgekoppelt. Man kann sich das so vorstellen, wie wenn man mit seinem Handy gerade keinen Empfang hat. Entsprechend ist aber auch eine Lösung vorhanden: Indem man eine Rufumleitung bei Nichterreichbarkeit setzt, können die beiden Karten wechselseitig aufeinander weiterleiten. Je nach Vertrag ist das kostenpflichtig, bei einer Allnet Flat kann es ohne Aufpreis funktionieren. Sofern man also auf permanente Erreichbarkeit auf beiden Rufnummern gleichzeitig angewiesen ist, sollte man in seinen Handyverträgen nachsehen, was es kostet, diese Möglichkeit zu nutzen.

Formate & Stecksplätzer
SIM 1Nano-SIM
SIM 2Nano-SIM
Bewertung SIM-Slots
100%

Akku

Bevor wir zu den eigentlichen Leistungsdaten kommen: Samsung hat den Akku nach Angaben der US Verbraucherschutzbehörde in einen zu engen Rahmen eingesetzt und dadurch leicht gestaucht. Das soll auch der Grund für die Reihe von Unfällen sein, die das Note 7 verursacht hat: Inzwischen sind über 90 Fälle von Überhitzung, 50 Fälle von Beschädigungen und über 20 Verbrennungen bekannt.
Samsung hat auf diese katastrophalen Vorkommnisse reagiert und einen Rückruf gestartet. In den USA ist der Verkauf aktuell verboten, auch unter Privatleuten. Samsung empfiehlt außerdem allen Nutzern weltweit dringend, das Note 7 auszuschalten und zurückzugeben. Zudem soll es ein Software-Update geben. Wie und wann das Modell wieder auf den Markt kommen soll, ist aktuell offen. Allerdings ist wohl auch bei den Austauschgeräten ein erster Brandfall vorgekommen, wie mehrere Nachrichtenportale am 06.10. berichteten.

Einer der großen Schwachpunkte aller Riesen-Smartphones ist der hohe Akkuverbrauch aufgrund der enormen Lichterzeugung. Da das Galaxy Note 7 im Test zudem antritt, um sich als Hochleistungs-Phablet zu beweisen, steht für Prozessor und Arbeitsleistung nochmals großer Energiebedarf an. Da wundert es, dass Smamsung sich trotzdem für einen nur 3500 mAh großen Akku entschieden hat – den man übrigens höchstens mit enormem Aufwand wechseln kann. Fehlte hier letztlich doch der Platz, den die Stift-Ablage benötigt hat?

Akku im Note 7: Brand und Sicherheit in Airlines
Viele Fluglinien untersagen inzwischen die Mitnahme eines Galaxy Note 7, da der Akku oft zu Brand und anderen Unfällen geführt hat. Hier ein Screenshot der germanwings-Website.

Note 7 Akku im Vergleich

Der Hersteller weist zu Recht darauf hin, dass die Kapazität deutlich über den 3000 mAh aus dem Vorgänger Note 5 liegt. Doch das etwas kleinere Galaxy S7 edge mit 5,5 Zoll Bilddiagonale verfügt inzwischen über 3600 mAh Ladekapazität. Ob man mit weniger Power und einem größeren Bildschirm dennoch gut (mindestens) über den Tag kommt, muss sich im Test zeigen.

Drahtlos aufladen

Aufladen kann man das Galaxy Note 7 auch drahtlos, eine elegante Ladestation hat der Hersteller bereits vorgestellt. Ob sie serienmäßig im Lieferumfang erhalten ist, war noch offen. Zusätzlich sorgt eine Schnellladefunktion dafür, dass vor allem bei sehr niedrigen Akkustand schnell wieder Energie für ein paar Stunden verfügbar ist.

USB Typ-C

Will man das Phablet ganz klassisch per USB-Kabel laden, kann man sich endlich von der Suche verabschieden, wie man das Ladekabel gerade richtigherum einstecken muss. Das 7er Note bietet einen USB Typ-C Anschluss, bei dem der Stecker sowohl mit der einen, als auch der anderen Seite nach oben immer in den Steckplatz passt.

Akkukapazität3500 mAh
Maximale Gesprächszeit Minuten
Maximale Standbyzeit Minuten
SchnellladefunktionJa
Bewertung Akku
64,0%

Fazit Samsung Galaxy Note 7

Mit dem Note 7 überspringt Samsung in der Bezeichnung eine ganze Generation, denn ein Note 6 hat es nie gegeben. Und die Zählweise ist zu Recht so gewählt. Denn gegenüber dem Vorgänger Galaxy Note 5 (Duos) sind die Veränderungen im Vergleich enorm. Kaufen kann man das Obendrüber-Handy allerdings kaum noch – und wir können es auch nicht empfehlen. Das Phablet bietet zwar in der Funktion exzellente Werte und eine hochwertige Ausstattung, z.B. die intergrierte Stift-Funktion für die freihändige Eingabe. Doch die mehrfachen Schäden durch Brand, die der Akku verursacht hat, führen uns zu einem anderen Urteil. Leider ist der große Sprung zum Note 7 nicht so gelungen, wie Samsung es sich wohl vorgestellt hat.


Vorteile

  • Hervorragendes Display
  • Sehr schneller Prozessor
  • Extrem präzise Stifteingabe


Nachteile

  • Diverse Schäden durch Akku-Probleme
  • Austauschgeräte teils ebenfalls fehlerhaft
  • Produktion gestoppt
  • Sehr hoher Preis

Auf einen Blick
GesamtwertungDisplayKamerasInternetSIM-SlotsLeistungAkku
89,4%
94,3%
84,1%
92,9%
100%
93,2%
64,0%

Technik und Handydetails

EigenschaftWert
BetriebssystemAndroid 6.0 (TouchWiz 4.0)
Bildschirm
Display / Bilddiagonale 5,7 Zoll Super-AMOLED WQHD-Display
Bildauflösung2560 x 1440 Pixel, 518 ppi
Kameras
Hauptkamera12,0
Frontkamera5,0
Mobilfunk
SIM 1Nano-SIM
SIM 2Nano-SIM
ÜbertragungsstandardsLTE, HSPA+, GPRS
Unterstützte FrequenzenLTE / 4G: 800 / 1800 / 2600 MHz
UMTS / 3G: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz
GSM / 2G: 1900 MHz
Leistung
Speicher4 GB RAM Arbeitsspeicher
64 GB interner Speicher
bis zu 256 GB (via microSD-Karte)
ProzessorOcta-Core mit 2,15 GHz Taktfrequenz
Grafik-EinheitARM Mali-T880
Benchmark-Test134328 (Antutu)
Akku 3500 mAh
Gehäuse
Maße15,35 x 7,39 x 0,79 cm
Gewicht169 g
Weitere Ausstattung
Sensoren
  • Fingerabdrucksensor
  • Pulsmesser
  • Gyroskop
  • Beschleunigung
  • Näherung
  • Helligkeit
  • Luftdruck
  • Kompass (digital)
Sonstiges