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Nokia X und XL

Endlich hat Nokia sich entschieden, Android Smartphones herzustellen – und bei den neuen Modelle gibt es direkt auch Dual-SIM Smartphones: das Nokia X und Nokia XL. Vorgestellt hat Nokia sie Ende Februar auf der MWC 2014 in Barcelona.

Nokia XL DisplayInteressant ist, dass Nokia ausgerechnet jetzt Android Handys einführt, kurz bevor Microsoft den Kauf der Nokia Handysparte abschließt. Allerdings zeigt sich bei der Bedienung: Die bei Android sonst allgegenwärtigen Dienste von Google hat Nokia komplett ausgesperrt – und integriert stattdessen hauseigene Angebote wie den Nokia App Store und den eigenen Kartendienst „Here“.

Nokia bietet erstmals Smartphones für 2 SIM-Karten

Die bisherigen Dual-SIM Modelle der Marke hatten alle das Nokia-eigene Betriebssysten Symbian und waren für Einsteiger oder einfache Anforderungen gemacht – vor allem als klassische Tastenhandys wie das Nokia 101 (Test).
Echte Smartphones hatte Nokia bislang nur mit dem Windows Phone Betriebssystem auf den Markt gebracht, als „Lumia“ Reihe. Jetzt erweitert Nokia also sein Angebot und setzt mit Android zusätzlich auf das aktuell weltweit erfolgreichste Smartphone OS.

Die Modelle „X“ und „XL“

Beide Smartphones sind zur unteren Mittelklasse zu rechnen, wobei das 4,0″-Smartphone Nokia X eher noch ein Einsteiger Dual-SIM Android ist, das Modell Nokia XL mit großem 5,0″ Display deutlich darüber einsortiert. Für den ziemlich niedrigen Preis muss man aber leider auf einige schicke Eigenschaften verzichten – angefangen schon beim Display: mehr als 800 x 480 Pixel sind auf dem 5-Zoll-XL nicht drin, während Modelle wie das Alcatel One Touch Idol X (Test) auf derselben Fläche Full-HD mit 1920 x 1080 Pixeln bieten. Was sonst noch fehlt oder besser sein könnte, besprechen wir ausführlich demnächst im Nokia X und Nokia XL Test.

Typisches Nokia Design

Nokia XL

Wie man es inzwischen von Nokia kennt, bietet die Marke auch die neuen Dual-SIM Modelle in mehreren knallbunten Farben an (6 Varianten beim Nokia X, fünf Farbversionen beim Nokia XL). Auch ansonsten ähneln die Modelle im Design den aktuellen Nokia Geräten: Die Handys sind sehr klar gestaltet, mit wenigen Linien und einem kantigen statt rundlichen Look.

Bedienung: Zwitter aus Android und Windows Phone

Grundsätzlich ist auch die Bedienung recht eng an diejenige der aktuellen Lumia Modelle angelegt: Die Benutzeroberfläche ähnelt mit ihren Kacheln und sehr reduzierten 2D-Grafiken stark an Windows Phone.

Und wie schon angesprochen sind statt Google Play, Google Maps & Co. hier stattdessen der (weit weniger umfangreiche) Nokia Appstore, „Here“ und weitere Nokia-Services im System eingebunden. Ob das alles schlüssig funktioniert, werden wir natürlich noch einem ausgiebigen Test unterziehen – und auch prüfen, wie man trotzdem Google Play etc. installieren kann.