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Motorola Moto G 2 Dual-SIM (2014)

Motorola stattet das Moto G 2 in der neuen Generation mit 2 SIM-Steckplätzen aus – und erwähnt es nur am Rande. Eine echte Überraschung. Schauen wir uns das Moto G Dual-SIM also genauer an, das im Vergleich zur Vorgängerversion „G1“ diverse Neuerungen mitbringt.

Moto G 2 Dual-SIM (2014) im Vergleich

Motorola Moto G2 Test
Platz 119
der Bestenliste
Platz
bei Preis/Leistung
Kundenmeinung
nicht vorhanden

Moto G 2 Dual-SIM (2014) im Vergleich

Motorola Moto G2 Test
119. Platz der Bestenliste
. Platz Preis/Leistung
Kundenmeinung
nicht vorhanden
  Vorteile

    • Audio-Qualität

  Nachteile

    • Leistungsniveau
    • Kamera

Eigenschaften
  • Android 4.4.4 Betriebssystem
  • 5,0" Display, 1080x720 px, ppi
  • Mobilfunk: HSPA+, UMTS, GSM
  • Kameras: 8,0 + 2,0 Megapixel

Display: auf 5 Zoll gewachsen

Um ca. 10% hat das Fulltouch-Display zugelegt, von zuvor 4,5″ auf den aktuell weitgehend üblichen 5,0″-Standard. Diese Größe liegt voll im Trend, wie man auch bei den anderen Modellen auf den vorderen Testplätzen sieht – z.B. HTC One M8 Dual (Test), Wiko Highway (Test) oder auch Darkfull (Test).

Leider hat Motorola beim Wachstum des Bildschirms die Anzahl der Pixel nicht mitvergrößert. So wie zuvor steht auf dem neuen Moto G somit wieder normales HD zur Verfügung. Das ist auf 5,0 Zoll eigentlich nicht optimal, speziell angesichts der Full-HD Konkurrenz der eben genannten anderen Top-Handys. Im Test im Alltag macht sich die relativ geringe Pixelmenge aber nicht negativ bemerkbar und fällt wohl nur bei sehr genauem Hinsehen auf.
Etwas eigenanrtig: Motorola wirbt mit dem Slogan „das schärfste Display seiner Klasse“ – was damit für eine Klasse gemeint sein soll, weiß der Hersteller vermutlich als Einziger 😉 Andere haben definitiv mehr Pixel auf derselben Bildfläche.


Android 4.4.4 „ohne Zusätze“

Die neueste Android-Version ist serienmäßig vorinstalliert, womit das Moto G 2 im Test-Umfeld der Dual-SIM Smartphones weit vorne liegt. Dabei verzichtet Motorola auf jede Anpassung von Optik oder Bedienlogik.

Warum? Kurzer Geschichtsausflug: Motorola wurde vor einiger Zeit zunächst von Google übernommen, bevor es vor kurzem wieder den Besitzer wechselte und nun im Lenovo-Konzern beheimatet ist. Aus der Google Zeit scheint aber noch die Tradititon zu bestehen, das quasi „hauseigene“ Betriebssystem Android nicht durch zusätzliche Bedieneroberflächen zu verändern.

So findet man auf dem Moto G Dual-SIM ein pures Android vor, was einerseits Geschmackssache ist (manche mögen die Benutzeroberflächen à la HTC Sense, Samsung TouchWiz usw.), andererseits aber einen klaren Update-Vorteil bietet: Sobald eine neue Android Version herauskommt – z.B. das langerwartete Android L – kann man sehr schnell auf das neue OS updaten. Für mehr als ein Update über Android 4.4.x hinaus gibt Motorola allerdings keine Garantie.

Sound: Stereolautsprecher auf der Front

OK, den Boomsound des HTC One M8 kann es nicht erreichen, aber mit den beiden Frontspeakern sorgt das neue Moto G (2014) schon für eine satte Stereo-Klangkulisse.

Dual-SIM Steuerung

Das Moto G 2. Generation kommt mit 2 separaten SIM-Slots sowie einem weiteren Schacht für eine microSD-Speicherkarte. Benötigt werden 2 Karten im Format Micro-SIM.

Die Bedienung der SIM-Karten ist wie bei Android üblich im Menü Einstellungen konfigurierbar, sodass man jeweils eine bestimmte SIM (also SIM1 oder SIM2) für einen bestimmten Dienst als Standard einrichten kann. Außerdem – und das ist eine Besonderheit – erkennt das Moto G Dual-SIM dem Hersteller zufolge nach und nach, welche SIM man für welche Aktionen immer wieder einsetzt. Wenn man dieselbe Aktion dann erneut durchführen will, wählt das Smartphone automatisch erneut die dafür zuvor schon genutzte SIM-Karte aus. Wie es genau funktioniert, wollten wir im Moto G 2 Test noch genauer ansehen.

Es lässt sich im SIM-Menü z.B. speichern:

  • mit welcher SIM-Karte man surfen möchte – beide SIM-Slots unterstützen UMTS
  • ob eine bestimmte SIM für alle Anrufe genutzt werden soll
  • dass bestimmte Rufnummern immer von einer bestimmten SIM angerufen werden sollen
  • ob vor jedem Anruf gefragt wird, welche SIM verwendet werden soll

Zusätzlich, und das ist eine Besonderheit, mit der das G Dual-SIM wie gesagt gegen über anderen Dual-SIM Modellen punkten kann: nach einem Telefonat wird man gefragt, ob dieselbe Nummer künftig immer wieder mit der gerade genutzten SIM-Karte angerufen werden soll. Das werden wir aber im Test noch genauer unter die Lupe nehmen.

Die Technik ist dabei sogenanntes Dual-SIM Standby. Das bedeutet, es ist nur ein Sende/Empfangsmodul verbaut, sodass man immer nur auf einer der beiden SIMs ins Netz gehen kann. Solange man beide Karten nicht nutzt, sind sie auch beide in ihrem jeweiligen Netz erreichbar: ein Anruf auf SIM1 kommt also genauso an wie einer auf SIM2. Sobald man dann aber auf einer der beiden Karten telefoniert, ist die andere nicht erreichbar – ähnlich wie wenn man mit einer SIM-Karte gerade kein Netz hat. Nach dem Auflegen ist sie aber dann wieder verfügbar.

Design: Schlicht, aber mit bunten Wechselcovern

Sagen wir es so: Materialwahl und Design erfüllen ihren Zweck. Wer sein Handy quasi als digitales Accessoire vorzeigen möchte, wird mit dem Moto G Dual-SIM wohl nicht happy werden. Dafür ist das Hartplastik einfach nicht wertig genug. Aber wir haben schon diverse knallbunte Wechselcover gesehen, mit denen man zumindest optisch hervorstechen kann. Gute Laune machen die Farben jedenfalls. Damit ähnelt das 2014er Moto G einigen anderen aktuellen Dual-SIM Handy Modellen – speziell etwa denen von Nokia, die ebenfalls in diversen fröhlichen Farben daherkommen.

Die Form des Smartphones ist im Gegensatz zu den verbauten Stoffen besser gelungen, allerdings nicht top. Das Verhältnis von Displayfläche zur Gesamtfläche stimmt zwar, aber die Bauhöhe passt nicht in dieses gute Bild: angenehme 6 mm beträgt sie an den Rändernm, aber in der Rückenmitte sind es recht dicke 11 mm.

Die wichtigsten Änderungen: Moto G 2 im Vergleich

Vor allem fällt gegenüber dem bisherigen Moto G (2013) das deutlich gewachsene Display auf, aber direkt danach ist der zusätzliche 2. SIM-Slot die größte Umstellung.

Als kleine Annehmlichkeit besitzt das 2014er Modell (anders als der Vorgänger von 2013) schon ab Verkaufsstart per microSD-Karte die Möglichkeit zur Speicherweiterung. Bis zu 32 GB werden dadurch als Zusatzspeicher unterstützt.

Nicht vergrößert wurde der (fest verbaute) Akku, der weiterhin 2070 mAh leistet – dadurch ist die Akkulaufzeit etwas schwächer als beim Vorgänger, was vor allem am zusätzlichen Energieverbrauch des jetzt deutlich größeren Displays liegt. Außerdem ist das bisherige LTE Modul entfallen.

Fazit Moto G Dual-SIM Test

Das Motorola Moto G 2 (Dual-SIM) ist ein ordentliches Mittelklassehandy, mit dem Motorola relativ überraschend in den Kreis der Dual-SIM Hersteller einsteigt. Wer das Vorgängermodell mochte und auf LTE verzichten kann, sollte es sich auf jeden Fall ansehen. Der Preis ist sehr fair, aber kein Schnäppchen. Vor allem Fans von „unverfälschtem“ Android kommen hier zu einer interessanten neuen Dual-SIM Option.

 Bewertung Lenovo/Motorola Moto G 2 Dual-SIM (2014) nach Eigenschaften

Display
43,6%
Kamera
23,5%
Internet
42,9%
SIM-Slots
100%
Leistung
13,6%
Akku
46,3%
Gesamtwertung
39,8%

Technik und Handydetails

EigenschaftWert
BetriebssystemAndroid 4.4.4 (-)
Bildschirm
Display / Bilddiagonale 5,0
Bildauflösung1080 x 720 Pixel, ppi
Kameras
Hauptkamera8,0
Frontkamera2,0
Mobilfunk
SIM 1Micro-SIM
SIM 2Micro-SIM
ÜbertragungsstandardsHSPA+, UMTS, GSM
Unterstützte FrequenzenLTE / 4G:
UMTS / 3G: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz
GSM / 2G: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz
Leistung
Speicher RAM Arbeitsspeicher
interner Speicher
bis zu per microSD-Karte
Prozessor mit Taktfrequenz
Grafik-Einheit
Benchmark-Test (Antutu)
Akku mAh
Gehäuse
Maße14,15 x 7,07 x 0,60 (am Rand) bis 1,10 cm
Gewicht149 g
Weitere Ausstattung
Sensoren
Sonstiges

Audio

  • 2x Lautsprecher vorne (ober / unterhalb des Displays)
  • 2x Mikrofon

Verbindungen

  • WLAN:  Wi-Fi 802.11 b/g/n
  • Bluetooth: Version 4.0 LE
  • USB: Micro-USB