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Firmenhandy und Privathandy vereinen

Wann lohnt sich ein Dual-SIM Smartphone
Einfach Firmen- & Privat-SIM im selben Handy nutzen. (c) Thomas Reimer – fotolia.com

Wussten Sie, dass 29 Millionen Bundesbürger  mindestens zwei oder sogar mehr Handys nutzen? 7 Millionen verwenden sogar gar drei oder mehr Geräte parallel. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM im Dezember 2011 mit.

Vor allem durch den Erfolg der Smartphones wurde der Trend zum Zusatzhandy verstärkt, wie der Verband kommentierte. Speziell die neuen Möglichkeiten zum mobilen Surfen machen Mobilfunkangebote immer attraktiver – besonders für Geschäftskunden.

Klassisch: Firmenhandy plus Privathandy

Mobiler Zugriff auf Unternehmensdaten, z.B. über spezielle Apps, sowie schnelle Erreichbarkeit unterwegs sind im beruflichen Alltag für viele Unternehmen inzwischen selbstverständlich. Der BITKOM Verband weist dementsprechend darauf hin, dass immer mehr Beschäftigte ein Diensthandy erhalten. 59% aller Berufstätigen nutzen mindestens zwei Handys. Gerade bei beruflichen SIM-Karten ist die Parallelnutzung fast zwingend. Denn die privaten Telefonkosten müssen meist sauber von der dienstlichen Nutzung getrennt werden. Oft ist auch keine private Nutzung der Firmen-SIM-Karte zugelassen erlaubt.

Dienstliches und privates Smartphone vereinen

Wer bislang ein Firmenhandy und ein Privathandy nutzt, für den ist ein Dual-SIM Modell eine sehr praktische Möglichkeit: Man kann einerseits private und berufliche Rufnummern auf demselben Handy vereinen, aber andererseits alle Kosten für Geschäfts- und Privatgespräche sauber trennen. Und das, ohne permanent zwei separate Handys mit sich zu führen.

Ein Dual-SIM Handy nimmt zwei SIM-Karten auf. Man kann so auf demselben Endgerät sowohl unter der geschäftlichen als auch unter der privaten Nummer angerufen werden. Will man selber einen Anruf aufbauen, surfen, mailien oder eine SMS senden, entscheidet man als Nutzer per Fingertipp, über welche der beiden Karten man dies jeweils erledigen möchte.

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Parallel erreichbar

Solange man nicht telefoniert, ist man auf jeder der beiden Nummern erreichbar. Wichtig wird es dann, wenn man ein privates Gespräch führt – und ein geschäftlicher Anruf auf der anderen SIM-Karte ankommt. Wenn Sie diesen nicht verpassen wollen oder dürfen, können Sie in guten neuen Dual-SIM Smartphones leicht eine Rufumleitung zwischen den beiden eingelegten Handynummern einrichten.

So funktioniert die Rufumleitung

Viele Topmodelle haben im Menüpunkt „SIM-Verwaltung“ direkt einen Unterpunkt „Dual-SIM aktiv“ oder Ähnliches. Klickt man ihn an, kann man direkt zwischen SIM1 und SIM2 automatische Umleitungen einrichten – in beide Richtungen oder nur in eine, nach Wunsch.

Angenommen Sie telefonieren nun gerade auf Ihrer privaten SIM, und ein Geschäftskontakt wählt ihre berufliche Handynummer. Dann „klopft“ das berufliche Gespräch während Ihres privaten Telefonat akustisch an. Voraussetzung ist, dass Ihr privater Handyvertrag die Funktion „Anklopfen & Makeln“ unterstützt. Das ist aber bei guten Tarifen in der Regel so.

Wenn sie dann zum Geschäftsgespräch wechseln wollen, ist das per Displaymenü möglich. Einziger Haken: Die Rufumleitung auf eine andere Handynummer ist in der Regel kostenpflichtig. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, ob diese Kosten im Falle des Falles firmenseitig gestattet sind.

Neue Nummer nutzen, über die alte Rufnummer erreichbar bleiben

Gerade bei Firmenhandys nutzt man oft schon seit Jahren einen Tarif mit relativ teuren Gesprächsminuten und Surfkosten. Man scheut sich aber einen neuen, günstigeren Vertrag bei einem anderen Anbieter abzuschließen. Denn es könnte etwas bei der „Migration“ zum neuen Provider schieflaufen – oder Kunden kennen nur die alte Nummer und erreichen einen nicht mehr.

  • Ein Dual-SIM Handy macht eine entspannte Übergangsphase möglich. Man schließt einen neuen Tarif zu viel günstigeren Konditionen ab. Die neue SIM-Karte nutzt man als Haupt-SIM zum telefonieren und surfen, die alte Karte legt man in den zweiten SIM-Schacht ein, um weiter auf ihr erreichbar zu sein.
  • Die Nummer kann man dann entspannt nutzen und informiert alle bestehenden Kontakte über die geänderte Handynummer. Wer im Laufe z.B. der nächsten 12 Monate noch auf der alten Handynummer anruft, informiert man dann nochmals persönlich.
  • Vor allem mit Prepaid-Tarifen kann das nützlich sein, da bei diesen in der Regel keine Fixkosten anfallen, die Kosten für abgehende Minuten und verbrauchtes Surfvolumen aber oft recht hoch sind – bei angenommenen Anrufen aber normalerweise keine Kosten entstehen.

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Weitere Informationen

Die Methodik hinter den oben genannten Zahlen: Das Marktforschungsinstitut Aris befragte im November 2011 im Auftrag des BITKOM 1.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland. Die Befragung ist repräsentativ.