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Lenovo Moto G5

Das Lenovo Moto G5 soll an den Erfolg seines Vorgängers Moto G4 (Test) anknüpfen. Im Moto G5 Test haben wir geprüft, ob das Dual-SIM Handy dafür genug bietet. Jetzt über seine Stärken und Schwächen informieren: speziell im Vergleich zu anderen Geräten seiner Preisklasse wie  Samsung Galaxy J5 Duos (Test) und Huawei P9 Lite (Test).

Moto G5 im Vergleich

Moto G5 im Vergleich

Lenovo Moto G5 Dual-SIM Test
34. Platz der Bestenliste
11. Platz Preis/Leistung
Kundenmeinung
  Vorteile

    • Fingerabdrucksensor
    • Alle deutschen Netzfrequenzen
    • Akzeptable Geschwindigkeit

  Nachteile

    • Klobiges Design
    • Knarzt manchmal etwas

Eigenschaften
  • Android 7.0 Betriebssystem
  • 5,0" Display, 1920x1080 px, 441 ppi
  • Mobilfunk: LTE, HSPA+, GPRS
  • Kameras: 13,0 + 5,0 Megapixel

Das auch als Motorola Moto G5 angebotene Smartphone ist vergleichsweise günstig. Dennoch bietet es einige interessante Eigenschaften. Neben dem Fingerabdrucksensor – zum Zeitpunkt der Vorstellung eine Seltenheit in dieser Preisklasse – hat das Moto G5 einen Snapdragon Prozessor mit acht Kernen verbaut und Android 7 als Stock-Version ab Werk installiert.

Display

Das 5,0 Zoll große Display löst mit 1920 x 1080 Pixel in Full-HD auf. Einzelne Bildpunkte sind selbst bei genauem Hinsehen nicht zu erkennen. Das IPS-Panel stellt Farben zwar sehr satt dar. Allerdings entsprechen sie dadurch nicht mehr ganz der Realität. Die Sättigung kann man immerhin im Menü ausschalten.

Inhalte lassen sich sowohl drinnen, als auch draußen gut ablesen. Ausnahme: Bei strahlendem Sonnenschein bereitet das stark spiegelnde Display Probleme. Darüber hinaus fehlt ein Umgebungslichtsensor, der die Bildschirmhelligkeit automatisch reguliert. Hier heißt es, selbst Hand anzulegen.

Ansonsten beweist das Moto G5 eine gute Blickwinkelstabilität. Auch aus einer sehr flachen Perspektive lassen sich die Inhalte gut ablesen, bei minimalen Farbabweichungen. Für ein Smartphone seiner Preisklasse hat das Moto G5 also ein gutes Display an Bord. Mit Flaggschiffen kann es nicht mithalten.

Bilddiagonale5,0 ZollDisplay-ArtLCD IPS
Bildauflösung1920 x 1080 PixelSchutz
Pixeldichte441 ppiDisplay-Anteil
der Frontseite
64 %
Bewertung Display
77,6%

Betriebssystem

In puncto OS kommt das Gerät im Lieferzustand mit Android 7.0. Damit ist es durchaus noch aktuell ausgestattet.

Nutzeroberfläche? Android pur

Der Nutzer erhält Stock-Android, also ohne hauseigene Benutzeroberfläche darüber. Das erspart vorinstallierte „Bloatware“. Wer aber die vielen, oft speicherfressenden, Ergänzungen von Oberflächen wie TouchWiz (Samsung) oder EMUI (Huawei Dual-SIM Handys) gewohnt ist, könnte sich etwas unkomfortabel fühlen.

Sicherheitspatches

Wie bereits bei anderen Lenovo Geräten muss man Abstriche bezüglich der Sicherheitspatches machen. Hier werden nämlich bemerkenswert selten Updates zur Verfügung gestellt. Bei unserem Test-G5 etwa war das Sicherheitspatch auf dem Stand vom 1. Januar 2017 und das letzte Update damit ein halbes Jahr alt.

BetriebssystemAndroid 7.0Nutzeroberfläche

Design

Wer das Lenovo Moto G5 zum ersten Mal in der Hand hält, wird zunächst seinen robusten Bau bemerken. Das Smartphone ist vergleichsweise breit und wirkt deswegen etwas klobig. Auf der Rückseite verwendete man neben den in der Preisklasse üblichen Plastikteilen außerdem tatsächlich Aluminium. Ein leises Knarzen bei etwas stärkerem Druck bleibt dennoch nicht aus.

  • Rückseite: Die Kamera ist in einer kreisförmigen Einlassung verbaut, zentral verortet und schlicht. Sie hebt sich nicht von der Abdeckung ab. Somit liegt das Gerät sicher und stabil – auch auf harten, glatten Oberflächen.
  • Front: Auffällig breit wirkt der Rand um den Bildschirm. Hier findet neben Selfiekamera und Fingerabdrucksensor auch recht groß das „moto“ Logo Platz. Der großzügige Rand verstärkt den klobigen Eindruck noch.

Einzige Drucktasten bleiben wie gewohnt der Ein/Aus-Schalter und die Lautstärkewippe. Bei unserem Testgerät waren diese gut verbaut und klapperten kein bisschen.

Der Micro-USB-Anschluss zum Laden und zur Datenübertragung findet sich unter dem Fingerabdrucksensor. Die Buchse fürs Kopfhörerkabel ist oben rechts platziert.

Alles in Allem liegt das Moto G5 gut in der Hand, obwohl die Abdeckung bei leichtem Klopfen etwas hohl klingt. Rutschig ist da nichts, und auch Fingerabdrücke kann das Gehäuse gut ab.

Maße7,30 x 14,43 x 0,95 cm cmGewicht (inkl. Akku)144 GrammIP

Kamera

Eher mittelmäßig bis enttäuschend fielen die Tests zur Moto G5 Kamera aus. Die Hauptkamera hat eine Bildauflösung von 13 Megapixel und kann auf einen LED-Blitz zugreifen. Die Selfiekamera löst mit 5 Megapixeln auf.

Bei Aufnahmen mit schlechtem Licht und ohne Blitz hellt das Moto G5 das Foto künstlich auf. Mit Blitz jedoch wirkt das gleiche Objekt unverhältnismäßig viel dunkler. Details scheinen wie heraus gebügelt, Schatten haben sich kaum von der Struktur ab.

Bei gutem Licht entstehen brauchbare Schnappschüsse, es sind wesentlich mehr Details erkennbar und Rauschen nicht vorhanden. Die Software bietet unter anderem Panoramafotos, Zeitlupenvideos und einen Profi-Modus für erweiterte Einstellungen.

HauptkameraFrontkamera
Kameraauflösung13,0 Megapixel5,0 Megapixel
Blendef/2 f/
AusstattungLED-Blitz, HDR
Bewertung Kameras
43,4%

Mobiles Internet & Verbindungen

Unterwegs kann man dank LTE-Modul sehr schnell Daten übertragen – den entsprechenden Handyvertrag vorausgesetzt. Downloads sind technisch mit bis zu 150 mbit/s möglich, die maximale Uploadrate beträgt 50 mbit/s. Solche Geschwindigkeiten unterstützen inzwischen fast alle großen Tarifanbieter. Allerdings längst nicht bei allen Tarifen. Wer wegen der im Vergleich zu Top-Handys geringen die 150 bzw. 50 Mbit/s zu einem anderen Modell tendiert: Unbedingt vorher prüfen, ob der eigene Vertrag bzw. Prepaid-Tarif schnellere Übertragungsraten ermöglich.

Datenübertragung

Da das G5 alle deutschen 4G-Bänder 800, 1800 und 2600 MHz unterstützt, ist eine relativ flächendeckende Nutzung des hiesigen LTE-Netzes möglich. Natürlich lassen sich ansonsten auch die langsameren Mobilfunkstandards UMTS/HSDPA (3G) sowie GSM (2G) verwenden.

Anrufen & telefonieren

Beim Telefonieren mit dem Moto G5 fällt im Test auf, dass die Stimme des Gegenübers etwas in die Höhe verzerrt klingt, gleichzeitig aber gut verständlich ist. Der Lautsprecher reagiert stark verzögert, ein oder zwei mal kam die Verbindung erst im zweiten Anlauf zustande.

DatenübertragungFrequenzenMax. Down-/Upload
LTE, HSPA+, GPRS 4G: 800 / 1800 / 2600 MHz150 Mbit/s
3G: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz50 Mbit/s
2G: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz
Bewertung Internet
94,1%

SIM-Slots

Die zwei Nano-SIM-Karten lassen sich über den entsprechenden Menü-Reiter koordinieren. So kann man sie zunächst einzeln entweder aktivieren oder deaktivieren. Außerdem ist es möglich, ihre Icon-Farben zu ändern oder bestimmte „Aufgabenbereiche“ zuzuteilen.

  • Eine SIM kann etwa bevorzugt zum Telefonieren benutzt werden, die andere zum Surfen. Wählt man eine Nummer, wird man gefragt (sofern man es nicht anders eingestellt hat), welche der beiden SIM-Karten genutzt werden soll. Das lässt sich auch automatisch auf Basis der im Telefon gespeicherten Kontakte einstellen.
  • Darüber hinaus stehen verschiedene Konstellationen zur Auswahl, etwa alle SIM-Karten gleichberechtigt zu verwenden, oder eine Haupt-SIM und eine nur bei Bedarf einzusetzen. Zur besseren Orientierung öffnet sich ein Assistent, der bei der Wahl zum richtigen Nutzungsprofil eine gute Hilfestellung bietet.
Dual-SIM Einstellungen im Moto G5 Test
Die zwei SIM-Karten ließen sich im Moto G5 Test gut verwalten und Aktionen zuordnen.
Formate & Stecksplätzer
SIM 1Nano-SIM
SIM 2Nano-SIM
Bewertung SIM-Slots
100%

Leistung

Von insgesamt knapp bemessenen 16 GB Gerätespeicher sind nach Abzug des vom Betriebssystem belegten Speicherplatzes noch ca. 10 GB übrig. Für alles, was man auf dem Smartphone als alltäglichen Begleiter ablegen möchte, ist das Einigen zu wenig.

Benchmark Test Lenovo Moto G5: Ordentliches Ergebnis
Ordentlich: Moto G5 im Benchmarkt Test von Antutu.
  • Wer mehr braucht oder möchte, kann den internen Speicher für Apps, Fotos, Games usw. erweitern. Das Moto G5 nimmt eine microSD-Karte mit bis zu 256 GB Kapazität auf.
  • Wie auch beim Samsung Galaxy J5 Duos (Test) muss man sich nicht zwischen zweiter Rufnummer und SD entscheiden – dank drei Steckplätzen findet alles gleichermaßen Platz.

Das Moto G5 arbeitet mit einem Snapdragon 430 Prozessor, dessen acht Kerne je 4x mit 1,4 GHz und 1,1 GHz takten, unterstützt von 2 GB RAM. Das ist klingt relativ gut, ohne dass man mit Höchstleistungen rechnen kann. Im Test hat das Smartphone bei alltäglich anfallenden Aufgaben wie Telefonie, Messenger und gelegentlichem Surfen im Internet insgesamt flüssig gearbeitet.

Wer anspruchsvollere Aufgaben an der Moto G5 stellt wie Spiele, hochauflösende Videos und inhaltsreiche Websites, muss längere Ladezeiten in Kauf nehmen. Und das auch bei guter LTE-Anbindung oder WLAN. Bei solchen Anwendungen wurde das langsamere Arbeitstempo doch spürbar.

Alles in Allem ist die Performance des Moto G5 aber in dieser Preisklasse ordentlich. Mit einem AnTuTu Benchmark Score von 44626 schneidet es im Vergleich zu anderen ähnlich günstigen Geräten mehr als passabel ab.

Hauptprozessor Taktfrequenz
Grafik-Coprozessor Benchmark (Antutu)
Speicher RAM ROMbis (via microSD-Slot)
Bewertung Leistung
36,1%

Akku

Der 2800 mAh starke Akku kommt im Praxistest sicher über den Tag, und auch darüber hinaus. Zwei Tage hält der Akku bei normaler Nutzung problemlos durch. Wer sein Gerät allerdings intensiv nutzt, könnte auf eine Ladepause unterwegs angewiesen sein.

Dank Schnellladefunktion sollte dies allerdings kein großes Problem sein. Innerhalb kürzester Zeit ist so das Gerät wieder genügend aufgeladen, um bis zum Abend durchzuhalten. Hierbei gilt: je leerer der Akku, desto schneller wird geladen.

Das ist im Alltag auch durchaus sinnvoll. Schließlich benötigt man vor Allem dann schnelle Ladezeiten, wenn das Handy kurz vor dem Shutdown steht.

Ein weiterer Vorteil des Moto G5: Der Akku ist wechselbar. Nimmt man die Abdeckung ab, lässt er sich mit einem Handgriff entfernen. So kann man ihn gegebenenfalls ersetzen, wenn er Schaden genommen hat oder an Altersschwäche leidet.

Akkukapazität mAh
Maximale Gesprächszeit Minuten
Maximale Standbyzeit Minuten
Schnellladefunktion
Bewertung Akku
61,9%

Fazit

Das Lenovo Moto G5 soll an den Erfolg des Vorgängermodells anknüpfen. Und es macht viel richtig: Ein gutes Display, Fingerabdrucksensor, pures Android und hochwertige Materialien sind eine gute Basis für ein Bestseller-Mittelklassemodell. Allerdings wurden hier auch großzügig Punkte verschenkt. Die Kamera zeigt Schwächen, das Telefonieren hapert ab und zu und einzelne Features wie automatische Helligkeitsanpassung fehlen. Das etwas klobige Design und der breite Rand um das Display machen das Moto G5 nicht zum Handschmeichler.

Dennoch muss man sagen: Für seine Preiskategorie hat das Moto G5 eine ordentliche Ausstattung, wenn man es mit anderen Geräten seiner Klasse vergleicht. Das Samsung Galaxy J5 lässt es in unserem Vergleichstest in dieser Hinsicht relativ deutlich hinter sich.

Vorteile
  • Fingerabdrucksensor
  • Alle deutschen Netzfrequenzen
  • Akzeptable Geschwindigkeit
Nachteile
  • Klobiges Design
  • Knarzt manchmal etwas

 Bewertung Lenovo Moto G5 nach Eigenschaften

Display
77,6%
Kamera
43,4%
Internet
94,1%
SIM-Slots
100%
Leistung
36,1%
Akku
61,9%
Gesamtwertung
67,2%

Technik und Handydetails

EigenschaftWert
BetriebssystemAndroid 7.0 ()
Bildschirm
Display / Bilddiagonale 5,0 LCD IPS
Bildauflösung1920 x 1080 Pixel, 441 ppi
Kameras
Hauptkamera13,0
Frontkamera5,0
Mobilfunk
SIM 1Nano-SIM
SIM 2Nano-SIM
ÜbertragungsstandardsLTE, HSPA+, GPRS
Unterstützte FrequenzenLTE / 4G: 800 / 1800 / 2600 MHz
UMTS / 3G: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz
GSM / 2G: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz
Leistung
Speicher RAM Arbeitsspeicher
interner Speicher
bis zu per microSD-Karte
Prozessor mit Taktfrequenz
Grafik-Einheit
Benchmark-Test (Antutu)
Akku mAh
Gehäuse
Maße7,30 x 14,43 x 0,95 cm cm
Gewicht144 g
Weitere Ausstattung
Sensoren
  • Fingerabdrucksensor
  • Beschleunigungssensor
  • Gyroskop
  • Helligkeitssensor
  • Näherungssensor
Sonstiges