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Gebrauchte Handys verkaufen: so geht es

Gebrauchtes Handy verkaufen – bringt häufig mehr als man denkt
Lohnt sich oft: Gebrauchte Handys verkaufen ist für Privatleute sehr einfach geworden. (c) #75047078|vege

Wer gebrauchte Handys verkaufen möchte, hat gute Karten: Es gibt inzwischen sowohl große Nachfrage nach relativ neuen „Second Handys“ und auch mehrere seriöse Ankauf-Portale, sodass man mit extrem wenig Aufwand für ein gepflegtes Smartphone noch einen ziemlich hohen Preis erzielen kann.

Wert ermitteln: So geht der Preisvergleich ohne Mühe

Wie viel bekomme ich noch für mein gebrauchtes Handy – ganz gleich ob Dual-SIM oder ein anderes Modell? Das finden Sie schnell heraus, indem Sie in ein paar Klicks die großen Ankaufbörsen abfragen. Und so geht das.

  • Portal aufrufen – z.B. wirkaufens.de, rebuy.de oder rechts den Preis checken
  • Handymodell eingeben. Wer den genauen Namen nicht kennt, kann sich auch „durchklicken“: Zunächst nur den Hersteller angeben, dann anhand Modellreihe usw. das Gerät auswählen.
  • Zustand angeben – hierbei wird nach Beschädigungen und Funktionsfähigkeit gefragt. Dieser Schritt ist mit vier oder fünf Klicks meist sehr schnell erledigt
  • Das Preisgebot wird angezeigt

Diese 4 Schritte bei drei oder vier Portalen zu erledigen, dauert insgesamt kaum länger als eine Viertel- oder halbe Stunde.

Zum Vergleich sollte man dann bei Amazon und eBay schauen, was Verkäufer dort für Ihr Handy als Gebrauchtware verlangen. Denn natürlich schlagen die Händler etwas drauf, um selber auch zu verdienen. Wenn der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis relativ gering ausfällt (ca. 10-50 Euro), ist der Sofortverkauf über ein Kauf-Portal meist sinnvoller – denn man spart sich den gesamten Aufwand und eventuelle Kosten, den Verkauf selbst organisieren zu müssen. Sollte der Unterschied zwischen den Kauf- und Verkaufspreisen sehr groß sein, ist vielleicht der individuelle Verkauf über eine Auktion erfolgversprechender.

Mehr zum Preisvergleich: Überraschungen und Dauerbrenner iPhone

Im Allgemeinen ähneln sich die Preise sehr, egal bei welchem der großen An- & Verkaufsportale man nachschlägt. Dennoch lohnt sich der Vergleich. Denn selbst wenn es nur 10 oder 20 Euro sind,die man mehr bekommt – warum sollte man sein Handy unter Wert verkaufen? Übrigens: Der Handywert ist kaum nach Bauchgefühl zu schätzen, deshalb lohnt sich der Vergleich verschiedener Ankauf-Portale. Denn der Wert hängt nicht unbedingt von der Qualität oder Ausstattung des alten Smartphones ab – sondern davon, wie begehrt das Modell noch ist. Manche Exoten, darunter auch einige Dual-SIM Handys, sind schwer zu schätzen, weil sie in den Handylisten der Käufer oft gar nicht vorkommen. Außerdem waren Dual-SIM Handys bis vor ca. zwei Jahren oft verhältnismäßig schlecht ausgestattet. Daher sind sie für Kunden auf der Suche nach gebrauchten Handys manchmal wenig interessant. In diesem Fall kommt manchmal nur der individuelle Verkauf in Frage – oder man kann zumindest einem Anderen eine Freude machen, indem man sein Handy spendet. Eine Ausnahme ist übrigens immer das iPhone, das auch nach mehreren Generationswechseln noch recht hohe Preise bringt. So werden für ein gut gepflegtes iPhone 5 z.B. bei vielen Ankäufern noch deutlich über 200 Euro geboten. Und je mehr Speicher, desto besser: ob man ein 16 GB oder ein 64 GB Modell verkauft, macht sich finanziell deutlich bemerkbar.

Sofort verkaufen: Die großen Ankauf-Portale machen es leicht

Wer ohne Aufwand Geld aus seinem gebrauchten Handy machen will, findet bei den Ankäufern wie rebuy, wirkaufens, zonzoo oder verkaufsuns den passenden Abnehmer. Die Webseiten sind sehr übersichtlich aufgemacht und bieten den aus unserer Sicht einfachsten Weg, ein gebrauchtes Handy mühelos zu verkaufen. Kaum hat man das Modell und seinen Zustand angegeben, erscheint der Ankaufspreis.

Vorteile

  • Der Preis ist verbindlich (außer man hat unwahre Angaben über das Handy gemacht)
  • Man braucht das Gerät nur per Päckchen abzusenden, Adressaufkleber usw. bekommt man als Vorlage zum Ausdrucken
  • Mehrere Geräte gleichzeitig lassen sich in einem Verkaufskorb zusammen veräußern
  • Der Verkauf ist für jeden und ohne Hürden möglich
  • Das Geld kommt in sehr kurzer Zeit aufs Konto
  • Man hat keinen "Ärger" mit späteren Reklamationen des neuen Benutzers, denn dieser schließt seinen Kaufvertrag ausschließlich mit dem Ankäufer ab (wer es ganz sicher wissen will, liest vorher die AGB des Kaufportals durch)

Nachteile

  • Der professionelle Ankäufer ist Zwischenhändler und will mitverdienen. Also wird er weniger für das gebrauchte Handy zahlen, als es im Verkauf wert ist
  • Man kann nicht verhandeln, sondern muss den Preis so akzeptieren, wie er geboten wird - oder bei einem anderen Kaufportal nach einem besseren Angebot suchen

Individuell verkaufen - z.B. bei eBay, kalaydo und Amazon

Der gebotene Preis von wirkaufens, rebuy und den übrigen Websites dieser Art ist Ihnen zu gering oder Ihr Handy steht gar nicht erst in deren Listen? Dann bleibt nur der freie Verkauf.

Hierzu haben Sie nahezu endlose Möglichkeiten:

  • Auktionen auf eBay
  • Kleinanzeigen auf eBay, kalaydo und lokalen Websites
  • Auf Amazon als Verkäufer Gebrauchtware anbieten

Wie es genau geht, hängt von der jeweiligen Website ab - und es gibt bereits so viele Anleitungen und Tipps dafür, dass wir im Rahmen dieses Artikels nicht auf Details eingehen. Die finden Sie leicht in diversen anderen Infoseiten. Viel interessanter aus unserer Sicht sind die Pros & Contras.

Vorteile

  • Legen Sie beim Handyverkauf Ihre eigene Preisvorstellung fest
  • Falls niemand Ihr Angebot wahrnehmen möchten, können Sie je nach Website auch mit Interessenten handeln, um zumindest möglichst viel Geld herauszuholen
  • Stellen Sie jedes beliebige legale Handy ein - auch Exoten und Chinahandys sind möglich. Sie sind nicht von eingeschränkten Produktlisten eingeschränkt

Nachteile

  • Verkäufe sind nicht garantiert: Gerade bei hohen Verkaufspreisen kann es lange dauern, bis sich ein Interessent meldet
  • Auktionen und Anzeigen kosten häufig Gebühren
  • Die Anzeige oder Auktion aufzusetzen und zu verfolgen bzw. auf Rückfragen zu antworten, dauert in jedem Fall Zeit - für Geübte natürlich weniger als für Einsteiger
  • In aller Regel ist ein Verkäuferkonto erforderlich. Neue Anbieter ohne positive Kundenwertung haben es oft schwerer als langjährige Verkäufer mit vielen guten Bewertungen
  • Bei eventuellen Reklamationen sind Sie Ansprechpartner des Käufers - das kann Zeit kosten oder (selten) auch zu einer Preisminderung bis hin zur Rückabwicklung des Verkaufs führen. Bei einer korrekten Produktbeschreibung ist das aber unwahrscheinlich.

Handy Recycling: Abgabestelle bei o2
Handy Recycling – hier eine Abgabestelle für gebrauchte Handys in der o2 Zentrale von Düsseldorf. (Quelle: eigene)

Handy spenden oder recyclen: Jedes Handy hat einen Wert

Das kommt vor: für das eigene Smartphone gibt es kaum noch Geld oder gar kein Gebot. Das kann mehrere Gründe haben, und bedeutet nicht, dass das Handy wertlos ist.

Denn ob seltenes Dual-SIM Modell, älteres Smartphone, ein Gerät mit (aus heutiger Sicht) schlechter Ausstattung oder ein eigentlich beliebtest Modell mit vielen Kratzern oder Macken: Wenn Kunden das Handy gar nicht kennen oder gegenüber neueren Geräten (die oft auch nicht viel teurer sind) links liegen lassen, kommt die Frage: was tun mit dem gebrauchten Mobiltelefon?

Eine nette Idee sind dann die Aktionen verschiedener Mobilfunkanbieter und Institute, die "alten" Smartphones einzusammeln und weiterzuverwerten.

Diese Weiterverwertung kann entweder darin bestehen, dass die Handys als Sachspende an Bedürftige im Inland oder Ausland weitergegeben werden. Oder dass sie zumindest fachgerecht auseinander gebaut, wertvolle Bestandteile recyclet und Giftstoffe sorgfältig entsorgt werden. Im einen Fall tut man anderen Menschen etwas Gutes, im anderen Fall zumindest der Umwelt. Links und Adressen zu Abgabe- bzw. Sammelstellen listen wir in Kürze hier auf. Zudem kann man alte Handys in einigen größeren Handy-Filialen oder Niederlassungen der Mobilfunkanbieter zum Recycling abgeben, wie hier im Bild zu sehen.

Was geschieht mit abgegebenen alten Handys?

Die Spannbreite ist groß: Je nach Abgabestelle und Zustand kommt es zum Beispiel zum Recycling oder zur Wiederaufbereitung ("Refurbishing"). Danach werden die Modelle meist als Gebrauchtware in den Verkauf gegeben  – sei es über normale Händler oder über soziale Einrichtungen.

Eine solche Einrichtung ist z.B. der gemeinnützige IT-Anbieter AfB gGmbH ("Arbeit für Menschen mit Behinderungen"), der gebrauchte, geprüfte und mit Garantie versehene Handys, aber auch PCs und Elektrozubehör kostengünstig verkauft. Der AfB ist unter anderem seit 2013 mit Telefónica Deutschland (siehe Abgabestelle im Bild) Jahren in einer Kooperation. Dabei übergibt der Mobilfunkanbieter – ähnliche wie andere Partner von AfB und vergleichbaren Einrichtungen – etwa alte Geräte wie Mitarbeiterhandys oder Büroelektronik an den AfB.

Kooperationen dieser Art helfen unter anderem, dass Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen werden. Gleichzeitig sorgt ein qualitativ geprüftes Refurbishing für hohe Datensicherheit und einen verringerten CO2-Ausstoß. Die Hardware wird bei einer solchen Maßnahme aufbereitet, eine zertifizierte Löschung vorhandener Daten vorgenommen und die Geräte anschließend wieder verkauft. Defekte oder zu alte Geräte werden zur Ersatzteilgewinnung in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, die übrigen Rohstoffe gehen an zertifizierte Recyclingbetriebe.