ZUK Z2

Das ZUK Z2 ist im Juni 2016 als Mittelklasse-Handy von Lenovos Tochterfirma ZUK als Nachfolger des ZUK Z1 (Test) auf den Markt gekommen. Wie bei der noch neuen Marke üblich, handelt es sich um ein Dual-SIM Handy. Wie gut ist das Z2, wo liegen die Stärken, welche Schwächen muss man in Kauf nehmen?

Eins vorweg: Mit dem ZUK Z2 erhält man ein gutes Smartphone für erstaunlich wenig Geld – Ausstattung und Leistung liegen je nach Bereich sogar deutlich oberhalb der Mittelklasse. Wer vor allem darauf Wert legt – und weniger auf Marke und Design – findet hier einen echten Tipp.

ZUK Z2 Test/Bericht (Lenovo)

  • Android 6.0.1
  • 5,0 Zoll Display, 1920 x 1080 Pixel
  • LTE, UMTS, GPRS
  • Quad-Core Snapdragon 820 Prozessor (2x 2,15 + 2x 1,6 GHz)

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Display

Wie schon beim Vorgängermodell ZUK Z1 gehört das Display des ZUK Z2 ganz klar zu seinen Stärken. Es ist sogar noch besser geworden. Die Anzeige ist super scharf, und bei einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und somit 44i ppi lässt sich nun wirklich kein Pixel mehr erkennen. Denn anders als der Vorgänger bringt der Nachfolger dieselbe Pixelmenge nun auf weniger Fläche unter.

Verbaut wurde ein 5,0 Zoll IPS-LCD-Display, statt der zuvor genutzten 5,5 Zoll. ZUK baut aber weiterhin auf ein Flüssigkristall-Panel und liefert damit auch ein schönes Ergebnis. Abgedeckt wird mit kratzfestem Gorilla Glas 4. Die Blickwinkelstabilität kann sich ebenso sehen lassen, zudem gibt das Z2 Inhalte auch im Freien gut erkennbar wieder.

Betriebssystem

Das ZUK Z2 läuft mit Android 6.0.1 Marshmallow, über das die hauseigene Benutzeroberfläche ZUI in der Version 2 gelegt wurde. Hier gibt es eigentlich nichts zu meckern. Die UI reagiert schnell und ohne zu haken, die Oberfläche wirkt aufgeräumt und klar. Wie so oft bei China-Smartphones werden ab Werk keine Google-Dienste vorinstalliert sein, das lässt sich aber recht einfach nachholen.

 

Kamera

Wo schon beim Vorgänger Grund zur Beanstandung war, punktet leider auch das Z2 nicht:

  • Bei Tageslicht liefert die 13 MP starke Hauptkamera noch gute Bilder, von Rauschen keine Spur und die Farbwiedergabe ist auch völlig in Ordnung.
  • Bei schlechten Lichtbedingungen hingegen setzt Rauschen ein, Details gehen sichtlich verloren, mit dem Dual-LED-Blitz allerdings lassen sich dennoch annehmbare Aufnahmen erzielen.
  • Der Autofokus arbeitet allerdings sehr schnell – und für die Preisklasse kann sich die Kamera schon sehen lassen. Auch wenn sie deutlich Luft nach Oben hat.

Mobiles Internet

Beim Surfen unterwegs merkt man je nach Region innerhalb Deutschlands, dass das Gerät eigentlich nicht für den hiesigen Markt konzipiert wurde. Denn auch wenn das Z2 fast alle Frequenzen probemlos unterstützt: die für Deutschland wichtige LTE-Frequenz über 800 Mhz fehlt leider. Somit heißt es immer wieder mal: kein High-Speed in ländlichen Regionen – und sogar manchen städtischen Gebieten.

Auf den Bändern 1800 und 2600 GHz, die vor allem in Ballungsgebieten den Großteil ausmachen, funktioniert die mobile Datenübertragung bestens. Das ZUK Z2 unterstützt als maximale Downloadrate 300 Mbit/s – das ist mehr, als so mancher Handyvertrag bzw. Prepaid-Tarif überhaupt anbietet. Technisch wäre allerdings noch mehr möglich (aktuell schaffen die besten Modelle bis zu 600 Mbit/s). In der Praxis reichen 300 Mbit/s bei LTE völlig aus.

SIM-Slots

  • Wie üblich sind beide SIM-Karten im sogenannten „Dual SIM StandBy“ Modus integriert. Ist keine der beiden Rufnummern im Einsatz, kann man auf beiden erreicht werden und von jeder Nummer aus einen Anruf starten oder eine SMS senden. Solange aber z.B. ein Gespräch auf der einen SIM-Karte im Gange ist, hat die jeweils andere keinen Kontakt zu ihrem Netz. Legt man dann auf, sind beide Rufnummern wieder verfügbar.
  • Als Format benötigt man zwei Nano-SIM-Karten. Natürlich funktioniert das ZUK Z1 aber auch, wenn man nur eine SIM-Karte einlegt. Dann stehen die Dual-Funktionen einfach nicht zur Verfügung. Die Steuerung der Rufnummern, die Zuordnung von Klingeltönen usw. ist sehr übersichtlich in die Menüs des Android Betriebssystems bzw. der ZUI Nutzeroberfäche integriert

Leistung

Kommen wir zu dem Punkt, wo Lenovos Tochtermarke ihre Hausaufgaben auf jeden Fall gemacht hat: mit dem Snapdragon 820 (4 Kerne, je 2,15 Ghz max. Taktfrequenz) und 4 GB RAM ist das ZUK Z2 deutlich in der Oberklasse anzusiedeln. Zum Vergleich: Im Antutu v6 Benchmark-Test erreich das ZUK Modell ca. 122.000 Punkte, das LG G5 (Dual-SIM) mit ca. 124.000 und das Samsung Galaxy S7 Duos (Test) mit ca. 127.000 Punkten lagen nur knapp davor. Den aktuellen Bestwert in unserer Übersicht liefert das OnePlus 3 (Test) mit gut 140.000 Punkten.

Auch im Multitasking oder Gaming hat das Gerät keinerlei Schwierigkeiten, die Prozesse auszuführen und schnell zu reagieren. Dem alltäglichen Bedarf ist es also erst recht gewachsen. Als GPU kommt ein Adreno 530 Chip zum Einsatz und an internem Speicher stehen 64 GB zur Verfügung. Das ist für die meisten Anwendungsfälle groß genug –  muss dann aber auch genügen. Denn leider fehlt es beim Z2 wie seinem Vorgänger an einem microSD-Slot, damit ist der Speicher leider nicht erweiterbar.

Akku

Etwas kleiner als beim Vorgänger, aber nicht zu knapp fällt die Akkuleistung aus: 3500 mAh bringen auch Intensiv-User durch den Tag. Warm wird das Handy dabei nicht wirklich: die Temperaturen halten sich auch bei voller Auslastung in Grenzen.

Dazu kommt, dass das Gerät über Quick-Charge verfügt. Damit braucht es keine 2 Stunden und das Z2 ist wieder voll geladen. Schade, aber kein Drama im Test: Der Akku ist nicht wechselbar, jedenfalls nicht ohne Werkzeug.

ZUK Z2: Tests & Berichte auf einen Blick

Wie hat das Z2 bei einschlägigen Magazinen abgeschnitten? Wir haben die Testberichte zusammengefasst, damit Sie sich einen möglichst objektiven Eindruck verschaffen können.

Notebookcheck.com Beim Z2 handele es sich um ein für diese Preisklasse äußerst gut ausgestattetes Smartphone, das aber nicht zur Smartphone-Elite zähle. Dazu sei die Kamera im High-End Bereich nicht konkurrenzfähig, außerdem kosten die Probleme mit der LTE-Fähigkeit wertvolle Pluspunkte. Nichtsdestotrotz sei es ein gutes Preis-Leistungs-Paket. Porzessor und Akku konnten voll überzeugen, genauso wie das Display.
Golem.de Golem.de bezeichnet das Z2 vor allem als abgespeckte Version des Z2 Pro, sieht es aber dennoch im Topsegment. Gelobt wird der niedrige Preis, der für diese Ausstattung und im Vergleich zu anderen Herstellern wir LG oder Samsung seinesgleichen sucht. Negativ fiel dem Magazin vor Allem die eingeschränkte LTE-Fähigkeit auf.

 

Design

Von seiner innovativen Seite zeigt sich ZUK bezüglich der Anordnung der Sensorfächen bzw. der Nutzung des Homebuttons. Dieser ist nämlich nicht nur Homebutton mit integriertem Fingerabdrucksensor, sondern vereint in sich auch die kapazitiven Tasten, wie sie bei Samsung etwa links und rechts von ihm zu finden sind.

So lässt sich beim Z2 der Homebutton auch als Zurück-Taste verwenden (durch leichtes Berühren) oder um zwischen den Anwendungen hin- und her zu navigieren (durch Wischgesten). Weitere Gesten lassen sich programmieren.

Dieses System kann zunächst etwas ungewohnt sein, man gewöhnt sich allerdings schnell daran, sodass die Bedienung (dann) leicht von der Hand geht.

Fazit

ZUK hat mit dem Z2 einen deutlich verbesserten Nachfolger des Z1 geliefert, einzelne Nachteile des Vorgängers bestehen aber noch, vor allem bei Kamera und (nicht erweiterbarem) Speicher. Die eingeschränkte LTE-Fähigkeit kann man hier nicht wirklich ankreiden, da das Gerät vornehmlich für den asiatischen Markt konzipiert ist. Für Deutschland ist das im Test aber ein Nachteil – jedenfalls, wenn man eher ländlich lebt.

Sieht man davon jedoch mal ab und nimmt vor allem wahr, welchen Preis ZUK für das Z2 aufruft, sind diese Kritikpunkte eventuell schnell wieder vergessen – das hängt letztlich nur vom eigenen Anspruch an das nächste Dual-SIM Modell ab. Für einen sehr niedrigen Preis hat ZUK hier ein sehr gutes Paket geschnürt. Und wer mehr möchte, für den lohnt sich sicherlich ein Blick auf das Z2 Pro.

Vorteile

  • Sehr leistungsstark
  • Großer interner Speicher
  • USB Typ C
  • Lange Akku-Laufzeit mit Schnell-Ladung

Nachteile

  • 800 MHz LTE Band nicht unterstützt
  • Schwache Fotoqualität bei wenig Licht

Technik und Handydetails

EigenschaftWert
BetriebssystemAndroid 5.0 (EMUI 3.1)
Bildschirm
Display / Bilddiagonale 5,2 Zoll IPS-NEO (Gorilla Glass 3)
Bildauflösung1920 x 1080 Pixel, 424 ppi
Kameras
Hauptkamera20 Megapixel
Frontkamera8 Megapixel
Mobilfunk
SIM 1Nano-SIM
SIM 2Nano-SIM (Hybrid-Slot, auch für microSD nutzbar)
ÜbertragungsstandardsLTE Cat 4, UMTS, GSM
Unterstützte FrequenzenLTE / 4G: 800 / 900 / 1800 / 2100 / 2600 MHz
UMTS / 3G: 900 / 1900 / 2100 MHz
GSM / 2G: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz
Leistung
Speicher3 GB RAM Arbeitsspeicher
16 GB (verfügbar: ca. 9 GB) interner Speicher
bis zu 128 GB externer Speicher (via microSD-Karte)
ProzessorHisilicon Kirin 935 Octa-Core mit 2,2 / 1,5 GHz Taktfrequenz
Grafik-Einheit
Benchmark-Test (Antutu)
Akku 3100 mAh
Gehäuse
Maße14,32 x 7,19 x 0,85 cm
Gewicht157 g
Weitere Ausstattung
Sensoren
  • Beschleunigung
  • Näherung
  • Umgebungslicht
  • Gyroskop
  • Hall
  • Kompass
  • Fingerabdruck
Sonstiges
  • WLAN 802.11 a/b/g/n/ac
  • GPA / aGPS
  • Bluetooth: 4.1 LE, A2DP
  • 3,5 mm Audioanschluss
  • Micro-USB

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Abruf der Information: 08.11.2016, 19:12h. Preise können jetzt höher sein.

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