ZTE Nubia Z9 Mini

Mit dem ZTE Nubia Z9 Mini bringt der chinesische Hersteller eines seiner Premiummodelle als Dual-SIM Handy nach Deutschland. Das 5 Zoll große Display mit Full-HD-Auflösung ist in einen sauber verarbeiteten Aluminiumrahmen eingettet. Unter dem recht eleganten Gehäuse setzt ZTE auf Android 5.0 mit eigener Bedienoberfläche (Nubia UI 2.8). Für Power sorgt ein Octa-Core-Prozessor, der mit 4x 1,5 GHz und 4x 1,0 GHz getaktet ist. Das Z9 mini unterstützt auch LTE, allerdings muss man hierbei auf die genaue Modellvariante achten, damit alle in Deutschland verfügbaren Netzfrequenzen auch unterstützt werden.

ZTE Nubia Z9 Mini im Test

  • Android 5.0
  • 5,0 Zoll Zoll Display, 1920 x 1080 Pixel
  • LTE, UMTS, GPRS
  • Octa-Core Snapdragon 615 Prozessor (4x 1,5 + 4x 1,0 GHz)

 

Display

Das Display des ZTE Nubia Z9 Mini bringt es auf satte 5 Zoll in der Bilddiagonale. Ganz interessant, dass man diese Größe im Verständnis des Herstellers noch als „Mini“ bezeichnen kann. Noch vor Kurzem waren 5 Zoll ja das obere Ende des Smartphone-Bereichs. Da ist die Modellbezeichnung beim Huawei P8 lite gegenüber „mini“ vielleicht zutreffender. Die Auflösung des Full-HD Displays ist mit 1920 x 1080 Pixel ist aber auch für diese Bilddiagonale locker ausreichend.

ZTE Nubia Z9 Mini Test: Design

Das ZTE Nubia Z9 Mini zeigt im Test nicht nur teils sehr gute Leistungen, sondern auch ein hochwertiges Design.

Das Gehäuse fällt mit gut 8 Millimetern insgesamt etwas dicker aus als bei anderen neueren Geräten dieser Displaygröße, liegt aber dennoch angenehm in der Hand. Vor allem der wertige Rahmen aus Aluminium macht einen guten Eindruck. Wie bei den meisten „abgespeckten“ Modellen fällt aber der etwas stufige Übergang zwischen Rahmen und Front auf.

Betriebssystem

ZTE Nubia Z9 Mini Display

Gute Farbbrillanz auf dem Full-HD Display. Auf dem ZTE Z9 Mini läuft Android 5.0 mit Nubia UI 2.8.

ZTE installiert auf dem Z9 Mini Android 5.0, nicht die leicht aktualisierte Version 5.1. Das ist aber aus unserer Sicht unproblematisch. Ohnehin verändert ZTE die Bedienung und Nutzeroberfläche deutlich. Dafür wird die Nubia UI in der Version 2.8. eingesetzt. Sie machte im kurzen Test einen guten Eindruck und ist im Wesentlichen genauso intuitiv zu bedienen wie jede andere Android Bedienoberfläche.

Highlight in dieser Displaygröße ist die Möglichkeit, den Bildschirm in zwei Hälften zu teilen. In jeder Hälfte kann man dann eine frei wählbare App ausführen. Zum Beispiel oben ein Video abspielen und im unteren Bereich chatten. Allerdings gibt es keinen App-Drawer, das heißt, alle installierten Apps legen ihre Icons immer und ausschließlich auf den Seiten des Homescreens ab. Das ist aber Geschmackssache und tut nichts zur Bewertung.

Mobilfunkstandards & WLAN

Das Nubia Z9 Mini unterstützt in der von ZTE offiziell angekündigten Version für Deutschland alle Netzfrequenzen hierzulande, auch alle drei LTE Bänder. Das ist allerdings ein Unterschied zur ursprünglichen Version, die bislang – als Import-Variante – im Handel erhältlich ist. Diese unterstützt nämlich nicht die 800 MHz LTE Frequenz, die bei uns vor allem im ländlichen Raum eingesetzt wird. In der Stadt war der LTE Empfang mit den 1800/2600 Bändern im Test aber kein Problem.

Diese Frequenz-Details sollten Sie beachten, bevor Sie sich beim Kauf für ein bestimmtes Modell entscheiden. Bitte schauen Sie, sofern es für Sie relevant ist, beim jeweiligen Anbieter daher in der Produktbeschreibung nach: Welche Frequenzen genau beherrscht das jeweils angebotene Z9 mini? Auch ohne das 800er Band sollte es in größeren Städten und dichtbesiedelten Gebieten in der Regel aber keine Probleme geben.

Immer häufiger kann man für schnelles Internet ja auf WLAN ausweichen. Sei es zu Hause, im Büro oder an öffentlichen Hot Spots. Für alle, die das gerne nutzen (und so auch mobiles Surfvolumen sparen) ist vielleicht auch das interessant: Das ZTE Nubia Z9 unterstützt trotz seines geringen Preises auch das schnelle WLAN-ac, das ist der aktuell schnellste Übertragungsstandard neben WLAN a/b/g/n.

Kameras

ZTE Nubia Z9 Mini Test: Kamera

Die rückseitige Kamera macht im Nubia Z9 Mini Test einen hervorragenden Eindruck.

Die Rückkamera des Smartphones erlaubt exzellente Aufnahmen mit 16 Megapixeln, sofern die Lichtverhältnisse nicht allzu schlecht sind. Im Dunkeln sind die Ergebnisse jedoch ebenfalls deutlich überdurchschnittlich, speziell im Vergleich zu Modellen dieser Preisklasse. Für die sehr hohe Qualität in Sachen Farbdarstellung und Schärfe sorgt der IMX234 Exmor RS-Sensor von Sony mit einer f2.0 Blende. Durch die Kamerasoftware sind zudem sehr schnell diverse Einstellungen möglich, mit denen auch Hobbyfotografen auf ihre Kosten kommen. So kann man z.B. direkt auf Funktionen wie Tiefenschärfe, Belichtungszeit und Blendenöffnung zugreifen. Als Blitz dient eine LED Diode. Wie üblich sind auch Videos möglich, diese allerdings maximal als 1080p.

Die Frontkamera löst mit enormen 8 Megapixeln auf und liegt mit ihrer Qualität weit über dem Niveau dieser Klasse. Damit lassen sich nicht nur schicke Selfies anfertigen, sondern auch Videochats in hoher Auflösung führen. Für die offizielle Deutschland Version des Z9 Mini ist allerdings eine 5 Megapixel Front-Cam angekündigt.

Prozessor & Leistung

  • Im ZTE Nubia Z9 Mini arbeitet Qualcomm Snapdragon 615. Der Octa-Core-Prozessor ist bis maximal 1,5 GHz getaktet: die ersten vier bieten diese Frequenz, die übrigen vier 1,0 GHz. Der Prozessor mit acht Kernen basiert dabei auf 64-bit-Technologie – inzwischen zwar schon gängig, aber noch nicht selbstverständlich.
  • Für die Geschwindigkeit im Alltag ebenfalls relevant ist der Arbeitsspeicher. Hierbei hat der Prozessor Zugriff auf 2 GB RAM. Superphones bieten 3 oder 4 GB. Damit hat das „kleine“ Z9 aber genug Power unter der Haube, damit auch Spiele flüssig ablaufen, die grafisch viel zu bieten haben.

Speicher

Wenn man dazu neigt, Videos, Musik und Fotos direkt auf dem Handy zu speichern, kann man den internen Speicher von 16 GB wahrscheinlich eher füllen, als einem lieb ist. Einerseits nachvollziehbar, dass in einem Modell dieser Preisklasse nicht noch mehr Speicher integriert ist. Andererseits kommt man dann kaum um eine microSD herum. Der entsprechende Steckplatz befindet sich hinter der Rückenabdeckung, ist also zusätzlich zu den beiden SIM-Plätze aufzugeben. (Update: Wir hatten uns in einer früheren Version dieses Berichts vertan und diesen separaten Steckplatz nicht berücksichtigt.) Man kann also zusätzlich zu den zwei Nano SIM-Karten noch entsprechende Speicherkarten bis zu 128 GB nutzen.

Akku

Erstaunlich groß ist die Akku-Kapazität ausgefallen. ZTE hat das Nubia Z9 Mini mit einem 2.900 mAh Li-Ionen-Polymer-Akku ausgestattet. Die Version für Deutschland soll sogar 3.000 mAh bieten. Dieselbe Größenordnung wird sonst für XXL-Smartphones mit 5,5 oder 5,7 Zoll Bilddiagonale verwendet, die für ihre enormen Displays sehr viel Energie benötigen. Da das Z9 Mini das nicht braucht, kann man sich auf eine enorme Ausdauer freuen. Nach Herstellerangaben liefert das Handy eine Gesprächszeit von bis zu 43 Stunden und eine Standby-Zeit von bis zu 750 Stunden. Genug Reserven fürs Surfen, Chatten, für Videos oder Musik-Streaming. Wechselbar ist der Akku jedoch nicht, das Aufladen funktioniert klassisch per Micro-USB Kabel.

Fazit

Beim Nubia Z9 Mini von ZTE haben uns vor allem die Kameras, die Laufzeit, aber auch Display und Nutzeroberfläche gut gefallen. Leider muss man sich zwischen einer Speicherkarte und einer zweiten SIM entscheiden. Für alle, die gern schnell per LTE surfen wollen, ist zudem die richtige Modellvariante wichtig. Denn nur die Version für den deutschen Markt unterstützt alle drei hiesigen LTE Bänder. Aber auch die Importversion beherrscht zwei davon. Insgesamt eine gute Leistung für ein Modell dieser Preisklasse. Wer nicht unbedingt auf einen in Deutschland besser etablierten Smartphone-Markennamen wert legt, kann hier eine günstige Wahl treffen.

Technik und Handydetails

EigenschaftWert
BetriebssystemAndroid 6.0 (EMUI 4.1)
Bildschirm
Display / Bilddiagonale 5,2 Zoll Full-HD 2,5D
Bildauflösung1920 x 1080 Pixel, 424 ppi
Kameras
Hauptkamera12,0 Megapixel
Frontkamera8,0 Megapixel
Mobilfunk
SIM 1Nano-SIM
SIM 2?
ÜbertragungsstandardsLTE, UMTS, GPRS
Unterstützte FrequenzenLTE / 4G: ?
UMTS / 3G: ?
GSM / 2G: ?
Leistung
Speicher3 GB RAM Arbeitsspeicher
32 interner Speicher
bis zu 128 GB externer Speicher (via microSD-Karte)
ProzessorOcta-Core Hi-Silicon Kirin 955 mit 4x 2,5 + 4x 1,8 GHz Taktfrequenz
Grafik-Einheit
Benchmark-Test (Antutu)
Akku 3000 mAh
Gehäuse
Maße cm
Gewicht144 g
Weitere Ausstattung
Sensoren

Bullets

Sonstiges
  • Leica Dual-Kamera „Summarit H 27mm“, zweifarbiger LED-Blitz, Blende f/2.2 ASPH, BSI CMOS
  • Frontkamera mit f/2.4 Blende