Sony Xperia M4 Aqua Dual

Das Sony Xperia M4 Aqua Dual ist vor allem interessant, wenn das neue Dual-SIM Smartphone wasserdicht und staubdicht sein soll. Die „M“-Reihe ist allgemein für eher schwierige Umgebungen ausgelegt. Das M4 Aqua setzt zudem besonderen Wert auf gute Kameras. Die Dual-SIM Version vermarktet Sony zwar nicht in Deutschland, sie ist aber über freie Händler gut erhältlich. Worin unterscheidet sich das Modell mit 2 SIM-Slots von der „normalen“ Version für nur eine SIM und für wen könnte sich der Kauf lohnen?

Sony Xperia M4 Aqua Dual Test

  • Android 5.0
  • 5,0 Zoll Zoll Display, 1280 x 720 Pixel
  • LTE Cat.4 (bis 150 Mbit/s), HSPA, GSM
  • Octa-Core Snapdragon 615 Prozessor (4x 1,5 + 4x 1,0 GHz)

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Display

Das Display mit 5 Zoll Bilddiagonale gehört zu den unterdurchschnittlichen im Test. Für den Alltagsgebrauch ist es problemlos zu nutzen. Wer aber höhere Anforderungen hat – z.B. Foto-Apps, detailreiche Spiele usw. – den dürfte die Bildauflösung enttäuschen. Auf der doch recht großen Fläche bringt Sony beim M4 Aqua Dual „nur“ normales HD unter. Das genügt für ein klares Bild, fällt im Vergleich zu vielen anderen Modellen aber deutlich zurück.

Mit 1280×720 liegt die Pixeldichte etwas unter der Grenze von 300 dpi. Einzelne Bildpunkte lassen sich so noch ohne Lupe erkennen. Das ist natürlich Kritik auf hohem Niveau. Allerdings verlangt Sony ja auch eine ordentliche Stange Geld für das Xperia M4 Aqua. Farbintensität und Kontrast sind ok, Helligkeit und Blickwinkel sehr gut. An die Brillanz des (teureren) Xperia Z5 Dual oder des Testsiegers Galaxy S6 (Test) kommt es aber bei weitem nicht heran.

Betriebssystem

Das M4 Aqua setzt noch auch Android 5.0. Wie üblich legt Sony ein eigene Benutzeroberfläche darüber. Sie ist unkompliziert und leicht verständlich, kommt aber mit einigen Software-Addons des Herstellers, die man im Zweifel nicht braucht. Wer aber schon einige Geräte oder Dienste der Marke nutzt, kann sie mit dem M4 entsprechend einfach kombinieren bzw. nutzen. Typisches Beispiel ist etwa die Walkman-App, mit der Sony schon vor einigen Jahren an seine HiFi-Historie bzw. seine mobile Musikgeräte angeknüpft hat. Und die diversen Foto-Funktionen der Kamera-App zeigen, wie viel Erfahrung der Handyanbieter mit seinen Digitalkameras gesammelt hat. So viele Einstellungsmöglichkeiten wie beim M4 findet man wohl kaum bei einem anderen Handy dieser Preisklasse.

Xperia M4 Aqua Dual: Kamera

Flach: Das nur 7,3 mm dicke Xperia M4 Aqua Dual zeigt im Test mit seiner zweistufigen Kamera-Taste schon von außen, dass der Hersteller diverse Multimedia-Funktionen mitliefert.

 

Design & Äußeres

Wichtigstes Detail ist natürlich die wasserdichte Hülle, die zugleich auch Staub abhält. Die Dichtigkeit in beiden Kategorien wird in IP-Klassen angegeben: Je höher die erste bzw. zweite Zahl ist, desto besser der Schutz vor Wasser respektive Staubpartikel. In beiden Disziplinen hat das M4 Aqua Dual den Test der Zertifizierung sehr gut bestanden.

Die jeweilige Höchstnote (IP65 für Staub und IP68 für Wasser) bedeutet: das Dual-SIM Gerät ist für nasse und staubige Einsatzgebiete bestens geeignet. Das Handy kann in den Regen kommen, außerdem kann man Schmutz und Dreck unter fließendem Wasser abwaschen. Laut Einstufung lässt es sich eine halbe Stunde lang bis zu 1,50 m tief untertauchen. Sony selbst rät davon in seinen Beschreibungen jedoch merkwürdigerweise ab.

Wichtig ist, dass die Schutzklassen nur gelten, wenn alle Anschlüsse geschlossen sind. Außerdem gelten sie nur für klares Wasser bzw. Regen: Salzwasser und andere Verbindungen, z.B. Softdrinks, können dem M4 Aqua schaden.

Sieht man von diesen Vorteilen ab, hat das Design Licht und Schatten.

  • Sehr gut gefallen hat uns die flache Bauweise (7,3 mm) und die abgerundeten Seiten, die auch bei einem Aufprall vorteilhafter sind als die zuvor sehr kantige Form der Xperia Modelle.
  • Weniger schön: Der gesamte Rahmen nimmt mehr als ein Drittel der Front ein, das Display nur knapp zwei Drittel. Mit 135 Gramm wiegt das M4 Aqua für ein 5-Zoll-Handy dafür angenehm wenig.
  • Von Metall keine Spur: Rahmen und Rückseite bestehen aus Kunststoff, wobei dieses so gestaltet ist, als ob es sich um einen Metallrahmen bzw. um eine Glasfläche handeln würde. Bei flüchtigem Hinsehen im Test erkennt man den Unterschied nicht.

Kamera

Dass Sony historisch ein Multimedia-Konzern ist, macht sich beim M4 Aqua Dual schnell bemerkbar. Auf der rechten Seite des Smartphones befindet sich neben dem Ein/Aus und den Lauter/Leiser Tasten auch ein eigens mit Kamera-Icon gekennzeichneter Auslöser, der zweistufig arbeitet. So kann man sehr komfortabel fokussieren und auslösen, wie man es ähnlich auch von reinen Digitalkameras kennt.

Links oben auf der Rückseite ist die Hauptkamera untergerbacht, die mit 13 Megapixeln auflöst (gegenüber 8 Megapixeln beim Vorgänger). Der Exmor RS Sensor für mobile Geräte ist eine Ableitung der Sensortechnik, wie sie in den Sony Kameras zum Einsatz kommt. Er leistet wie von anderen Modellen gewohnt gute Arbeit. HDR ist nicht nur für Bilder, sondern auch für Filmaufnahmen verfügbar.
Die Selfie-Kamera auf der Vorderseite über dem Display setzt neben einem durchschnittlichen 5-Megapixel-Chip vor allem auf einen weiten Aufnahmewinkel. Die 22mm-Linse deckt fast einen rechten Winkel ab: Mit 88° kann man in einem M4 Aqua Test ohne Frage auch kleinere Gruppen gut auf einem einzigen Foto aufnehmen. Die Bildqualität beider Kameras ist insgesamt überdurchschnittlich, aber nicht High-End

Mobiles Internet

Grundsätzlich unterstützt das M4 Aqua alle in Deutschland gängigen Standards, also 2G, 3G und 4G (LTE). Allerdings gibt es in der Dual-SIM Baureihe zwei leicht unterschiedliche Modelle, die sich in den Übertragungsstandards unterscheiden. Hier muss man also unbedingt genau hinsehen, wenn man das Sony Xperia M4 Aqua Dual kaufen möchte. Die Unterschiede im Einzelnen:

  • Modellreihen E2333, E2363: LTE, UMTS/HSPA und GSM/EDGE auf jeweils allen deutschen Frequenzbändern
  • Modellreihe E2312: Kein LTE, ansonsten wie die beiden anderen Modellreihen

SIM-Slots

Man benötigt zwei SIM-Karten im Nano-SIM Format. Das Xperia M4 Aqua Dual kann man sowohl mit den beiden SIM-Karten als auch zusätzlich mit einer microSD-Karte betreiben. Anders als einige „Hybrid“-Smartphones in unserem Vergleich braucht sich also die 2. SIM nicht denselben Slot mit einer alternativen microSD zu teilen.

Leistung

Bei der Geschwindigkeit zeigt sich mit am deutlichsten der Unterschied des M4 Aqua Dual zur Xperia-Z-Reihe desselben Herstellers. Hier liegt das M4 im guten Mittelfeld, kann aber nicht mit den Superphones wie Galaxy S6, LG G4 Dual oder eben Xperia Z5 Dual mithalten.

Hauptgrund für den Unterschied im Vergleich: Das M4 setzt statt des Snapdragon 810 auf einen weniger leistungsstarken Snapdragon 615. Der Octa-Core Prozessor setzt sich aus zwei Quad-Core Cortex-A53 Chips zusammen, von denen einer mit 1,5 GHz getaktet ist, der andere mit 1,0 GHz. Mit 2 GB Arbeitsspeicher ist das M4 Aqua Dual ebenfalls „nur“ mittelmäßig ausgestattet. Bis zu 4 GB bieten die aktuell besten Phones im Test.

Was bedeutet das für den Alltag? Wer vor allem surfen will, soziale Netzwerke nutzt oder gängige Besteller-Games spielen will, hat mit diesem Sony Smartphone reichlich Leistungsreserven. Blitzschnell zwischen Apps wechseln, ruckelfrei durch Menüs scrollen: Alles kein Problem. Für 3D-Rennspiele, lange Full-HD-Videos oder komplexe Apps ist das Modell aber nicht besonders empfehlenswert. Zusätzlich zu Speed-Problem wird es dann auch recht heiß.

Akku

Das Xperia M4 Aqua Dual kommt mit einem (für die Displaygröße) recht üblichen 2400 mAh-Akku. Trotzdem verspricht Sony eine lange Laufzeit von bis zu 2 Tagen.

Für besonders gutes Durchhaltevermögen ist ein „Extended standby mode“ installiert. Damit schaltet das Handy alle Apps und sonstigen Prozesse ab, solange das Display aus ist. Eingehende Nachrichten bzw. Anrufe auf beiden SIM-Karten erreichen dann trotzdem noch. Im Test waren damit sogar 3 Tage möglich. Und mit dem „Ultra Stamina“ Modus kann man alle Funktionen auf das Wichtigste einschränken, sodass man noch etwas Restzeit herausholt.

Den Akku selbst kann man nicht herausnehmen und somit auch nicht selbst wechseln.

Fazit



Vorteile

  • Wasserdicht & staubdicht (IP65 / IP68)
  • Flache Bauweise (7,3 mm)
  • Sehr gute Akku-Laufzeit





Nachteile

  • Gehäuse aus Kunststoff
  • Akku nicht wechselbar
  • Display-Rahmen nimmt viel Platz ein



Technik und Handydetails

EigenschaftWert
BetriebssystemAndroid 5.0 ()
Bildschirm
Display / Bilddiagonale 5,0 Zoll Kapazitativer IPS LCD Touchscreen
Bildauflösung1280 x 720 Pixel, 294 ppi
Kameras
Hauptkamera13,0 Megapixel
Frontkamera5,0 Megapixel
Mobilfunk
SIM 1Nano-SIM
SIM 2Nano-SIM
ÜbertragungsstandardsLTE Cat.4 (bis 150 Mbit/s), HSPA, GSM
Unterstützte FrequenzenLTE / 4G: 800 / 1800 / 2600 / 2100 / 1900 MHz
UMTS / 3G: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz
GSM / 2G: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz
Leistung
Speicher2 GB RAM Arbeitsspeicher
8 oder 16 GB interner Speicher
bis zu 200 GB externer Speicher (via microSD-Karte)
ProzessorOcta-Core Snapdragon 615 mit 4x 1,5 + 4x 1,0 GHz Taktfrequenz
Grafik-Einheit
Benchmark-Test (Antutu)
Akku 2400 mAh
Gehäuse
Maße14,55 x 7,26 x 0,73 cm
Gewicht135 g
Weitere Ausstattung
Sensoren
  • Beschleunigung
  • Näherung
  • Kompass
Sonstiges
  • Bluetooth 4.1, A2DP
  • WLAN 802.11 a/b/g/n, WLAN Hotspot, Wi-Fi Direct, DLNA
  • Miracast
  • aGPS, GLONASS
  • NFC
  • 3.5 mm Klinke
  • USB tethering
  • USB 2.0 (Micro USB)

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