Samsung Galaxy S8: Dual-SIM Version inklusive?

Das Samsung Galaxy S8 dürfte als neues Flaggschiff-Smartphone voraussichtlich erst Anfang 2017 erscheinen – eventuell auch wieder in einer „Duos“ Version für 2 Rufnummern. Doch schon im Frühjahr 2016 schien für viele Fans die Sensation nahe: Samsung präsentierte am 31. März über Twitter einen Teaser, der eine blau schimmernde Acht zeigte – Bildunterschrift: #TheNextGalaxy. Am 1. April folgte aber statt der Präsentation und ersten schnellen Tests eine gemeine Auflkärung: Alles nur ein Aprilscherz.

Samsung spielt also inzwischen mit der Neugier der Kunden – aber je länger es bis zur Vorstellung und zum ersten Handy Test des Galaxy S8 schweigt, desto interessanter werden Leaks und Gerüchte rund um den Nachfolger des Samsung Galaxy S7 (Test).
Wir sammeln hier neueste Infos. Doch ganz wichtig: fast alles sind Vermutungen – von Experten, aus Foren, Magazinen und Bloggern. Was davon stimmt, wird sich im Detail erst bei der offiziellen Vorstellung oder eben im Galaxy S8 Test nach Verkaufsstart zeigen.

Samsung Galaxy S8 Test Dual-SIM

Vermutete Ausstattung und Leistung

  • Android 7.0
  • 5,2 Zoll Zoll Display, 3840 x 2160 Pixel
  • LTE, UMTS, GPRS
  • Quad-Core Prozessor (3,0 GHz)

Verkaufsstart und Preis noch offen

Angebote zum Galaxy S7

Fakten, Gerüchte, Leaks

Die nüchternen Tatsachen kurz vorweg: In den letzten Jahren hat Samsung so einige neue Topmodelle vorgestellt – und auch jeweils mit 2 SIM-Slots angeboten. Jedes Mal waren sie zu ihrer Zeit auch die besten Modelle in unserem Vergleich. Doch es gibt noch eine Gemeinsamkeit aller Galaxy S-Modelle.

Samsung hat bei allen Galaxy S-Handys in den letzten Jahren vor dem Unboxing überhaupt nichts offiziell bekanntgegeben. Das bedeutet: Auch für das vermutete S8 sind vor dem Unpacking-Event alle Infos hier bis auf Weiteres nur Einschätzungen, Leaks und Mutmaßungen.

Sogar der Name ist nur geraten: Man kann zwar davon ausgehen, dass Samsung seinem wichtigsten Verkaufsschlager nicht plötzlich einen ganz neuen Namen gibt. Doch wie er genau heißen wird, ist bislang nicht sicher. Unser Tipp: Es bleibt bei der Tradition und der Nachfolger von Samsung Galaxy S6 (Test) und S7 wird wenig überraschend Galaxy S8 heißen.

Display: Größe und Form

Bilddiagonale und Rahmen

Immer größer, immer mehr Pixel – das war über Jahre das Motto bei den Galaxy S-Displays. Mit dem S7 endete dieser Trend erstmals. Und auch beim Flaggschiff für 2017 sind bezüglich der Größe wahrscheinlich keine großen Änderungen zu erwarten. Die User kommen gut zurecht mit 5,1 Zoll Bilddiagonale beim klassischen S7 bzw. mit den doppelseitig gerundeten 5,5 Zoll beim Galaxy S7 Edge (Test). Zudem haben sich auch bei der Konkurrenz die Displays nicht weiter vergrößert.

Gut möglich ist auch, dass der Displayrand noch schmaler wird. Das könnte gleichzeitig allerdings auch Probleme bei der Nutzung mit sich bringen, wie es teils bereits beim S7 edge der Fall ist. Hier sorgte der abgeknickte Rand öfter dafür, dass die Nutzer beim Halten versehentlich auf das Display tippen. Besonders bei Keyboard-Eingaben sorgte das für Ärger. Schnelle Hilfe leisteten damals zunächst Schutzhüllen, Samsung lieferte später ein Update zur Verbesserung der Fingererkennung.

Displayform: Glatt, gebogen, gefaltet

Apropos „edge“: Die Gehäuseversion mit den beiden gerundeten Kanten und den schmalen Seitenbildschirmen erfreut sich reger Beliebtheit. Daher ist es naheliegend, dass Samsung ein Galaxy S8 edge auf den Markt bringen wird. Schon um die Fans des Vorgängers mit einem neuen Modell zu erfreuen, auf das sie ohne großes Zögern umsteigen können. Die dann bereits dritte edge-Generation wird dann aber von der Weltsensation zum Klassiker gereift sein.

Viel spektakulärer ist die Behauptung, dass Samsung ein faltbares Display verbauen könnte. Das wäre ein technischer Hingucker, aber auch eine kostspielige Variante, vielleicht zu teuer für ein Flaggschiff. Zumal ganz unklar wäre, wie man einen hochwertigen, dauerhaft haltbaren Klappbildschirm in Großserie herstellen würde. Ganz vom Tisch nehmen sollte man die Idee dennoch nicht: Neben dem S8 und dem S8 Edge könnten noch weitere Geräte vorgestellt werden, die dieses Highlight bieten.

Samsungs Mobilfunk-Chef Dong-Jin Koh machte im Sommer eine Andeutung, die Wellen schlug: Man wolle umdenken, was das Display angeht. Anstelle von zwei Modellen, ein Edge-Modell und eines mit flachem Display, solle zukünftig ausschließlich eine Edge-Variante hergestellt werden. Hintergrund: Zu Beginn sei die Herstellung der gebogenen Ränder noch nicht ausgereift für die großen Mengen an Geräten gewesen. Nun aber wolle er Dong-Jin Koh dieses Design zum Erkennungsmerkmal der Galaxy S-Reihe machen.

4K Auflösung für Virtual Reality

Die Bildauflösung ist im S-Modell von 2016 mit Quad-HD bereits enorm. „Ultrascharf“ lautete das Urteil im Test. Denn die Pixel sind so klein und liegen so eng beieinander, dass man selbst aus größter Nähe mit bloßen Augen eine stufenfreie Darstellung genießen kann. Doch es gibt eine Anwendung, bei der man eben nicht mit bloßen Augen aufs Display starrt – sondern mit Linsen, die auch kleinste Schwächen groß machen: Virtual Reality.

Für das S8 drängt sich daher der Verdacht auf, dass Samsung diesem Trend entgegenkommt. Der Hersteller hat ja bereits die Gear VR-Brille im Sortiment. Zeitweise gab es sie sogar gratis zum S7 dazu – vor allem im Rahmen des Verkaufsstarts 2016. Dabei zeigte sich auch, dass sogar das sehr gute Vierfach-HD Display mit seinen 2560 x 1440 Pixeln bei dieser Brille noch ein wenig pixelig wird. Die beste Lösung wären also noch mehr Pixel.

Bereits beim S7 wurde vermutet, dass ein 4K-Display präsentiert werden würde – geliefert wurde Quad-HD, wie bereits beim S6. Nun wäre also der richtige Zeitpunkt, um aufzurüsten: ein 4K Panel wäre für das S8 also durchaus denkbar. Größter Schwachpunkt hier: ein solches Display benötigt nun mal mehr Rechenleistung in Form eines noch leistungsstärkeren Prozessors, und die wiederum mehr Energie. Der Akku gilt aber schon in der aktuellen Generation als einer der wenigen Kritikpunkte auf insgesamt extrem hohen Niveau. Was uns zum nächsten Punkt führt.

Leistung

Angeblich testet Samsung laut Giga.de aktuell einen neuen, hauseigenen Prozessor Exynos8895 auf einer Taktrate von 4 GHz. Möglicherweise wird eben ein solcher Chip dann im S8 verbaut. Dazu muss man wissen: Die aktuellen Chips arbeiten, z.B. im Galaxy Note 7 Duos (Test/Bericht), deutlich gedrosselt und sind eigentlich zu einer höheren Taktfrequenz in der Lage. Doch sie produzieren dabei zu viel Wärme und würden die Laufzeit des Akkus stark verringern.

Die Lösung soll in einem neuen 10-Nanometer-Verfahren liegen. Diese nochmals verkleinerten Strukturen sollen für mehr Energieeffizienz sorgen und anscheinend auch in der Hitzeentwicklung einfacher zu handhaben sein. Das Limit der Taktfrequenz dürfte nach dem Test für die Großserie dennoch sinken – um die genannten Probleme für den Alltag möglichst auszuschließen. Da 2,5 GHz bereits heute möglich sind, könnte ein Sprung an die 3 GHz Marke realistisch sein.

SIM-Slots

Wer gerne zwei SIM-Karten in seinem S8 nutzen möchte, hat vermutlich ganz gute Karten. Allerdings dürfte man als Käufer erneut auf einen Import angewiesen sein. Denn in den vergangenen Jahren hat Samsung zu allen Flaggschiff-Modellen auch eine Dual-SIM Version mit dem Namenszusatz „Duos“ herausgegeben. Vermarktet hat der Hersteller diese Variante aber offiziell nur in einigen Ländern, vor allem in Süd- und Ostasien, Russland, Arabien und Brasilien. Für Deutschland gab es jeweils nur die Basisvariante mit einem einzigen SIM-Steckplatz.

Es gibt aber auch Gerüchte, dass im Galaxy S8 gar keine klassischen SIM-Karten mehr zum Einsatz kommen. Denn Samsung hat wie auch Apple den eSIM Standard mitbegründet. Als erstes Handy dieser Art soll angeblich das iPhone 7 erscheinen. Bei einer eSIM sind alle Informationen, die bislang auf der SIM-Karte hinterlet sind, direkt im Handy auf einem entsprechenden Chip gespeichert. Statt eine SIM klassisch zu wechseln, lässt man dann den eSIM Chip mit allen Mobilfunk-Vertragsdaten umprogrammieren. Ob das für Kunden mehr Vorteile oder Nachteile bietet, ist aktuell in der Diskussion zwischen Verbraucherschützern, Herstellern und Mobilfunk-Anbietern.

Sollte Samsung beim neuen Galaxy tatsächlich auf einen klassischen SIM-Slot verzichtet, stellt sich die Frage nach einer „Dual-eSIM“ Technik. Denn bislang ist zwar immer mal wieder grundsätzlich von diesen „embedded SIMs“ die Rede. Es gab aber unseres Wissens noch keinen Hersteller, der die Verwaltung von zwei Handytarifen mit Hilfe einer eSIM angedeutet hat.

Es wird also spannend, ob in Sachen SIM-Schacht alles beim alten bleibt, ob die eSIM eine zweite Rufnummer verhindert – oder ob eventuell sogar jedes eSIM Galaxy S8 Dual-SIM fähig ist. Wenn es bei physischen Karten bleibt, rechnen wir mit dem Nano-SIM Format für beide Slots.

Fazit: noch fehlen zu viele Details

Weitere Gerüchte zum Galaxy S8 folgen bald. Dabei interessieren uns besonders die eSIM Spekulationen, die Hinweise zu Prozessor und Akku – aber auch die Fragen nach einem vermuteten Verkaufsstart. Sobald wir die ersten Informationen haben, stellen wir auch gerne Links zum neuen Flaggschiff mit Vertrag bereit. Doch vor allem warten wir auf Angebote ohne SIM-Lock für alle, die einfach das pure 2017er Galaxy S8 kaufen wollen.



Vorteile (vermutlich)

  • Bis zu 8 GB Arbeitsspeicher
  • Neueste Android 7 Version
  • Ultrabrillantes 4K Display
  • Sehr hochwertige Materialien





Nachteile (Gerüchte)

  • Sehr teurer Kaufpreis ohne Vertrag
  • Akku könnte leistungsstärker sein



Technik und Handydetails

EigenschaftWert
BetriebssystemAndroid 6.0, Update auf 7.0 angekündigt ()
Bildschirm
Display / Bilddiagonale 5,7 Zoll Super-AMOLED WQHD-Display
Bildauflösung2560 x 1440 Pixel, 518 ppi
Kameras
Hauptkamera12,0 Megapixel
Frontkamera5 Megapixel
Mobilfunk
SIM 1Nano-SIM
SIM 2Nano-SIM
ÜbertragungsstandardsLTE, UMTS, GPRS
Unterstützte FrequenzenLTE / 4G: 800 / 1800 / 2600 MHz
UMTS / 3G: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz
GSM / 2G: 1900 MHz
Leistung
Speicher4 GB RAM Arbeitsspeicher
64 GB interner Speicher
ProzessorOcta-Core mit 2,15 GHz Taktfrequenz
Grafik-Einheit
Benchmark-Test (Antutu)
Akku 3500 mAh
Gehäuse
Maße15,35 x 7,39 x 0,79 cm
Gewicht169 g
Weitere Ausstattung
Sensoren

Bullets

Sonstiges