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Nokia 215 Dual-SIM – bald erhältlich

Nokia 215 Dual-SIM: Front und Rücken
Echte Tasten und kleines Display: Das Nokia 215 Dual-SIM kommt als Einsteiger- oder Zweithandy infrage.

Mit dem Nokia 215 stellt die Handysparte von Microsoft wieder einmal ein Einsteigermodell für einen sehr niedrigen UVP vor: 39 Euro soll das Gerät nur kosten.

Dafür erhält man ein Phone in klassischem Handy-Design, d.h. mit kleinem, aber farbigen Display sowie echten Tasten – und angeblich auch „mobiles Internet“. Lohnt sich das Warten auf den Nokia 215 Verkaufsstart?

Betriebssystem

Es bleibt dabei: die günstigen Handys von Nokia werden weiterhin mit dem hauseigenen Series 30+ System betrieben. Das ziemlich abgekapselte System (kein App Store, kaum Individualisierungen usw.) ist seit gefühlten Ewigkeiten bei diesen Modellen in Verwendung – aber für die Nutzung via Steuertasten inzwischen sehr ausgereift.

Wer Funktionsvielfalt à la Android oder iOS sucht, wird wohl nicht glücklich. Wer dagegen einfach die Basisfunktionen nutzen möchte, kann sehr intuitiv telefonieren, simsen, surfen, Radio hören – oder auch posten, liken etc. Dazu aber gleich mehr.


Display

Im Nokia 215 Dual-SIM ist ein 2,4 Zoll LCD-Display mit 320 x 240 Pixeln verbaut. Die Auflösung nennt sich QVGA. Die Bildqualität fällt mit 166 ppi zwar nicht pixelig, aber doch (bei näherem Hinsehen oder direktem Vergleich mit einem Top-Smartphone) stufig aus.
Die Bedienung erfolgt per Tastatur, eine Touchscreen Funktion gibt es nicht.

Kamera

Nokia 215 Dual-SIM Farben
Das 215 kommt in 3 Farben auf den Markt, wobei für Deutschland nur Grün und Schwarz vorgesehen sind.

Eine Kamera ist mit an Bord, löst aber nur mit 640 x 480 Pixeln auf. Damit kann man sicher den ein oder anderen Erinnerungsschnappschuss machen, aber sicher keine Digitalkamera ersetzen.
Videos sind auch möglich, aber nur mit geringerer Auflösung: 320 x 240 bietet das Nokia 215 Dual-SIM an.

Mobiles Internet

Microsoft kündigt zwar recht vollmundig an, dass beim Nokia 215 erstmals in dieser Preisklasse mobiles Internet nutzen und z.B. auf Facebook zugreifen kann. Dazu muss man aber sagen: das ist nur eingeschränkt möglich.

Die Datenverbindung per Mobilfunk erfolgt ausschließlich über 2G (EGPRS) mit maximal 236,8 kbit/s im Download oder bis zu 85,6 kbit/s im Upload. Weder 3G (UMTS/HSPA) geschweige denn 4G (LTE) sind verfügbar.
Da für Facebook Posts und Updates nicht unbedingt große Datenmengen übertragen werden, kann das reine Sharen von Neuigkeiten und das Empfangen von Posts je nach Anspruch OK sein. Aber viel erwarten darf man nicht.
Ein Opera Mini Browser ist aber auch installiert – wer also (langsam) auf seinen Wunschseiten surfen möchte, kann das ebenfalls erledigen.

Enttäuscht wird auch, wer stattdessen auf WLAN Hotspots oder den eigenen WLAN Router setzt, um mit dem 215 Dual-SIM online zu gehen: Denn WLAN wird gar nicht unterstützt.

Dual-SIM Steuerung

Das Nokia 215 ist sowohl als Single- als auch Dual-SIM Handy geplant.

Nokia 215 Dual-SIM
Die übersichtliche Bedienung findet beim Nokia 215 über die Steuertasten unter dem Display statt.

Wer sich für die Dual-SIM Version entscheidet, kann sich höchstwahrscheinlich auf ein sehr einfaches Handling der beiden eingelegten Karten freuen, denn die Handhabung hat uns schon in früheren Tests desselben Betriebssystems in anderen Nokia-Einsteigermodellen überzeugt.

Fragwürdig dagegen: Von den vier in Deutschland verwendeten GSM-Frequenzen unterstützt das 215 nur zwei, nämlich 900 und 1800 MHz.

Design + Gehäuse

  • Schlicht und durchdacht, aber eben ein klassisches Barrenhandy: Das 215 folgt dem gefälligen, leicht rundlichen Design der Einsteigerphones wie dem Nokia 130, ist aber nicht ganz so „klobig“ im Look.
  • Die Maße betragen 11,6 x 5,0 x 1,29 cm, das Gewicht liegt bei knapp 79 Gramm. Für ein Phone dieser geringen Ausstattung schon recht schwer.
  • Als Farben sind Grün, Weiß und Schwarz geplant, wobei die Weiße nicht für den deutschen Markt vorgesehen ist.

Akku

Akku

Die einfache Ausstatttung sowie der kleine Bildschirm sorgen für einen niedrigen Stromverbrauch. Das bedeutet gleichzeitig eine lange Akkulaufzeit. Wer permanent telefoniert, soll das laut Microsoft bis zu 21 Stunden am Stück können. Wenn das voll geladene Handy einfach nur liegengelassen wird, hält es im Standby Modus sogar 21 Tage durch.

Fazit + Alternativen

  • Für unter 40 Euro erhält man ein ziemlich elegantes, fürs Telefonieren und Simsen sehr gut geeignetes Dual-SIM Gerät. Internet ist möglich, aber nur eingeschränkt. Wer genau das sucht, sollte ruhig auf den Verkaufsstart warten. Wer dagegen mehr erwartet – wie es von Microsoft durch seine Ankündigungen speziell in puncto mobiles Internet auch etwas geschürt wird – sollte vorsichtig sein, um nicht enttäuscht zu werden.
  • Noch weniger zahlt man für das Nokia 130, das ebenfalls zwei SIM-Karten aufnimmt.
  • Wer richtig surfen will, erhält für um die 100 Euro inzwischen echte Smartphones (natürlich mit einfacher Ausstattung), z.B. vom selben Hersteller das Lumia 530 Dual-SIM.

Kleiner Hinweis: Vor einem ausgiebigen Test der Serienversion haben wir schon einmal unsere Einschätzung als Wertung vergeben – das kann sich natürlich noch ändern und soll nur der Orientierung dienen.

PS: Heißt es nun „Microsoft“ oder „Nokia“?

Anders als bei neuen Smartphones des Herstellers, die inzwischen Microsoft Lumia heißen, laufen die günstigen Mobiltelefone desselben Produzenten weiterhin unter dem Namen Nokia.