LTE Dual-SIM Handy: Infos & Tipps

LTE Dual-SIM Handy

LTE im Dual-SIM Handy nutzen: Seit Juli 2014 endlich möglich. Viele Smartphones unterstützen inzwischen den sogenannten 4G-Standard.

Im Juli 2014 hat das 1. Dual-SIM Handy LTE unterstützt. Seitdem sind viele Modelle hinzugekommen und es gibt immer mehr Ankündigungen für sogenannte 4G-Modelle. Die Anzahl stammt vor allem aus dem Ausland, offiziell werden nur wenige Smartphones vermarktet.

Für andere Länder stellen zahlreiche Hersteller ihre LTE Handys auch mit 2 SIM-Slots her. Diese kann man in Deutschland als Import oft recht günstig kaufen und gut nutzen. Allerdings gibt es in Bezug auf die LTE Frequenzen ein paar Details zu beachten.

Überblick:

Aktuell erhältliche Dual-SIM LTE Handys

Anfang 2017 gibt es eine große Dual-SIM Modellauswahl mit LTE. Hier finden Sie einen Überblick über besonders beliebte Smartphones.

Huawei P8 Dual-SIM
Mit dem Huawei P8 Dual-SIM bringt der chinesische Hersteller jetzt auch sein aktuelles Flaggschiff in einer Version für 2 SIM-Karten auf den Markt. Die abgespeckte Version P8 lite Dual-SIM hatten wir bereits ausführlich beschrieben. Und mit diesem preiswerten Modell hat Huawei ins Schwarze getroffen - es handelt sich derzeit um eins der meistverkauften Smartphones in Deutschland. »
LG G4 Dual-SIM
Mit dem LG G4 Dual-LTE bietet die koreanische Marke zunächst nur in Süd- und Ostasien auch eine Dual-SIM Version ihres aktuellen Flaggschiffs an. Aber per Import ist das enorm gut ausgestattete Modell auch in Deutschland erhältlich. Grund genug, dass wir es im ausführlichen G4 Dual-SIM Test unter die Lupe nehmen. »
Samsung Galaxy S6 Duos Test
Der Samsung Galaxy S6 Duos Test kam schneller als erwartet. Keine 2 Wochen nach Start des Flaggschiffs war die Dual-SIM Variante schon über freie Händler in Deutschland erhältlich. Wer den kompletten Testbericht mit Bildern nicht durchsehen möchte, für den das Fazit in Kurzform vorab: Samsung hat mit diesem Gerät neue Maßstäbe gesetzt - auch für Single-SIM Modelle. »
Microsoft Lumia 950 Dual-SIM
Mit dem Microsoft Lumia 950 Dual-SIM kommt das neue Flaggschiff der Marke auch in einer Version für 2 SIM-Karten offiziell in Deutschland in den Handel. Die wesentlichen Eigenschaften sind mit dem Single-SIM Modell identisch. Der Verkaufsstart hat vor wenigen Tagen stattgefunden, in Kürze folgt ein Test-Überblick. »
Huawei P8 lite
Mit dem Huawei P8 lite bietet der chinesische Hersteller die kompakte und etwas einfacher gehaltene Version seines Flaggschiffs in Deutschland als "hybrides" Dual-SIM Handy an. Das bedeutet, dass der microSD-Steckplatz wahlweise auch für eine zweite SIM-Karte verwendet werden kann. Die ingesamt gute Ausstattung in Kombination mit einem recht günstigen Preis trifft offensichtlich den Nerv der Kunden. »
Samsung Galaxy S5 Duos
Mit dem Samsung Galaxy S5 Duos bietet der Weltmarktführer eine hierzulande weitgehend unbekannte Dual-SIM Version des Smartphone-Flaggschiffs. Das S5 Duos ist über freie Importeure auch in Deutschland erhältlich, einen offiziellen Vertrieb des Modells gibt es aber nicht. Das Galaxy S5 Duos bietet gegenüber dem klassischen S5 als wichtigste Änderung den zweiten SIM-Slot. »

Besonderheiten

HTC One: Dual-SIM + LTE

Erster: Mit dem One M8 Dual von HTC startete 2014 erstmals ein LTE-fähiges Dual-SIM Handy in Deutschland

  • LTE-Highlight ist derzeit die Dual-Version des Samsung Flaggschiffs, S6 Duos. Auch dessen Vorgänger ist weiterhin erhältlich und zählt zu den beliebtesten Modellen.
  • Der LG G4 Verkaufsstart in Asien fand Ende Mai 2015 statt. Hier ist es allerdings nicht offiziell, sondern nur über freie Importeure erhältlich.
  • Das Wiko Ridge 4G ist seit 6. März 2015 verfügbar. Es bietet 4G mit beiden SIM-Karten. Der 2. SIM-Slot fungiert alternativ als microSD-Steckplatz.
  • Das HTC One M8 Dual (Test) war im Juli 2014 das erste „Doppel-Handy“ mit LTE auf dem deutschen Markt. Inzwischen ist es meist ausverkauft und nur noch vereinzelt zu finden.

Trotz Ankündigung in Deutschland nicht verfügbare Modelle:

  • Das Andy Yezz A5VP was seit Februar 2014 im Gespräch und hätte laut Anbieter bereits seit Monaten erscheinen sollen – ob es noch kommt? Unvorhersehbar.
  • Das Huawei Ascend P7 (Test) bietet zwar grundsätzlich als Dual-SIM Handy LTE, wird aber ärgerlicherweise in Deutschland nur in einer Mono-SIM Version vertrieben – denn hierzulande ist der microSD Slot, der in anderen Ländern auch als zweiter SIM-Slot dient, eben nur als microSD Schacht verwendbar.
  • Das Wiko Wax Test ist seit Juni 2014 bestellbar. Anders als zunächst bei der Modell-Ankündigung vermutet, handelt es sich hierbei aber ausnahmsweise um kein Dual-SIM Modell der französischen Firma-Ansonsten ist es ein typisches Mittelklasse-Modell, das dafür mit einem günstigen Preis bei Marktstart punktet.

Was Sie beachten sollten

Technisch werden bis zu 300 Mbit/s unterstützt, doch netzseitig werden solche Geschwindkeiten meist gar nicht, oder nur in bestimmten Tarifen, geboten. Ein spezielles Problem importierter 4G-Handys sind übrigens die deutschen Frequenzen: Da in Asien teilweise andere LTE-Bänder genutzt werden, unterstützen einige Modelle nicht alle LTE-Netze hierzulande. Wir weisen in den einzelnen Tests genau darauf hin.


LTE Dual-SIM Handy-Auswahl im Ausland

Außerhalb Deutschlands, man könnte auch sagen, außerhalb Europas, sind vor allem in Asien diverse Handys für 2 SIM-Karten erhältlich, die den LTE Mobilfunkstandard beherrschen. Dazu gehören vor allem die Top-Modelle der großen Hersteller, die meist nur für bestimmte Märkte – z.B. für China oder Indien – auch in einer Dual-SIM Version hergestellt werden.

Bestünde da nicht die Lösung darin, die Smartphones einfach zu importieren? Das ist letztlich machbar, allerdings kommt es darauf an, wie man den Import durchführt.

LTE Dual-SIM Handy von spezialisierten Import-Händlern kaufen

  • Freie Händler bieten teilweise auf Marktplätzen großer Anbieter wie Amazon oder eBay ausländische LTE Dual-SIM Handy Modelle an. Das macht die Bestellung einfacher, aber alle Punkte, die gerade genannt wurden, muss man auch hierbei prüfen – außerdem sollte man sicherstellen, wer die Transport- und Zollgebühren zahlt bzw. dass das Gerät ordnungsgemäß verzollt ist.
  • Spezialisierte Anbieter wie z.B. comebuy.com bieten zudem in eigenen, großen Shop-Websites reihenweise Dual-SIM Phones aus chinesischer Produktion an – sogenannte Chinahandys. Einige davon werden aus Deutschland versendet. Alle gerade genannten Punkte, die es zu prüfen gilt, treffen auch hier zu.
  • Neben Highend-Modellen renommierter Hersteller findet man bei den Importen freier Händler (auch sogenannten Grauimporten) häufig auch Noname-Ware. Für deren Qualität, deutsche Zulassung oder auch die technische Eignung für deutsche Mobilfunknetze ist keine pauschale Einschätzung möglich – falls Sie Wert auf Qualität legen, ist es daher sinnvoll, sich lieber ein gut geprüftes Modell z.B. aus einem Dual-SIM Handy Test näher anzusehen.
  • Nach einem erfolgreichen Import eines für Deutschland geeigneten Highend Dual-SIM Smartphones mit LTE kann man sich nahezu sicher sein, dass man hierzulande nahezu ein Einzelstück mit ganz besonderen Fähigkeiten nutzt.

Direkter Einzelimport per Kauf im Ausland

  • Ein direkter Einzelimport ist für Privatkunden meist sehr umständlich: Websites der Anbieter sind oft nur in der Landessprache gehalten. Ein Kauf vor Ort mit anschließendem Import – z.B. auf einer Urlaubsreise – ist da oft einfacher.
  • Kosten für Zoll und Transport fallen zusätzlich an
  • Die Netztechnik des Modells ist möglicherweise für die deutschen Netze nicht geeignet
  • Die vorinstallierte Software ist möglicherweise nicht auf Deutsch umstellbar
  • Deutsche Sicherheitsstandards (GS-Zeichen, TÜV-Zeichen) sind meist nicht vorhanden
  • Eine Garantie oder Reparatur ist schwierig, falls der Hersteller in Deutschland offiziell keine entsprechende Unterstützung für das Modell bietet (da er es hier ja auch nicht anbietet)

LTE fürs Internet, 3G für Telefonate

LTE kann durchaus als Internet-Turbo bezeichnen, denn aktuell sind die deutschen Netze ausschließlich dafür ausgelegt, Daten über den schnellsten Mobilfunkstandard zu übertragen. Das bedeutet: Wenn man 4G-Empfang hat, wird die hohe verfügbare Bandbreite ausschließlich fürs Surfen, Streamen und Downloads genutzt. Sobald man einen Anruf tätigt oder entgegennimmt, nutzt das Smartphone dafür das 3G (UMTS) Netz oder sogar das 2G (GSM) Netz, falls 3G nicht verfügbar ist.

Viel schöner wäre es natürlich, auch zum Anrufen LTE zu nutzen. Denn weil dort viel mehr Informationen gleichzeitig übermittelt werden können, stünde damit z.B. HD-Audio – sprich: besserer Klang – bei mobilen Gesprächen zur Verfügung.

Telefonieren per 4G ist derzeit in Entwicklung und nennt sich dann VoLTE (Voice over LTE). In Deutschland haben die drei (zuvor vier) großen Netzbetreiber VoLTE bereits angekündigt oder auf Messen präsentiert. Ein genauer Starttermin ist jedoch nicht bekannt, genauer gesagt scheint es anhand der Äußerungen von Telekom, Vodafone und Telefonica/E-Plus so, dass ein genauer Startzeitpunkt auch noch nicht geplant ist.

Wie schnell ist LTE im Vergleich?

Wie viele Daten pro Sekunde kann man nun genau maximal empfangen oder senden, wenn man LTE nutzt? Dazu ist einmal der Vergleich mit den Übertragungsstandards 3G und 2G interessant. Aber auch ein genauerer Blick auf die LTE Kategorie, auch „CAT“ abgekürzt. Denn die Entwicklung von 4G geht immer weiter. Und Handys mit LTE Cat6 können wesentlich schneller surfen als solche mit LTE Cat3. Wie groß der Unterschied genau ist, zeigt unsere Tabelle. Inklusive einem ersten Ausblick auf den Nachfolgestandard 5G.

Mobilfunk-GenerationÜbertragunsstandardMaximal erreichbare Übertragungsrate im Download (mehr = schneller)Maximal erreichbare Übertragungsrate im Upload (mehr = schneller)Ab wann genutzt?
1GAnalog001992
2GGSM (CSD)
Circuit Switched Data
14,4 kbit/s9,6 kbit/s1996
2GGPRS
General Packet Radio Service
53,6 kbit/s13,4 kbit/s2000
2GHSCSD
High Speed Circuit Switched Data
115,2 kbit/s28,8 kbit/s1999
2GEDGE
Enhanced Data Rates for GSM Evolution
236,8 kbit/s118,4 kbit/s2006
3GUMTS
Universal Mobile Telecommunications System
384,0 kbit/s128,0 kbit/s2004
3GHSPA
High Speed Packet Access
7,2 Mbit/s5,8 Mbit/s2006
3,5GHSPA+ (Cat6)
Evolved High Speed Packet Access, Release 6
14,4 Mbit/s5,76 Mbit/s2009
3,5GHSPA+ (Cat7)
Evolved High Speed Packet Access, Release 6
28,0 Mbit/s11,5 Mbit/s
3,5GHSPA+ (Cat8)
Evolved High Speed Packet Access, Release 6
42,2 Mbit/s11,5 Mbit/s
4GLTE (Cat2)
Long Term Evolution, Category2
100 Mbit/s50 Mbit/s2010
4GLTE (Cat3, Cat4)150 Mbit/s50 Mbit/s
4GLTE (Cat5)300 Mbit/s75 Mbit/s
4GLTE Advanced (Cat6)300 Mbit/s50 Mbit/s2014
4GLTE Advanced (Cat7)300 Mbit/s100 Mbit/s
4GLTE Advanced (Cat8)300 Mbit/s150 Mbit/s
4,5GLTE Advanced Pro ca 1 Gbit/s?ca. 2018
5G?ca, 10 Gbit/s?ca. 2020

Was ist UMTS?

UMTS ist ein mobiler Übertragungsstandard der 3. Generation (3G) für Gespräche und Daten, z.B. mobiles Internet. UMTS brachte neben einer deutlich höheren Geschwindigkeit auch viele weitere Vorteile gegenüber dem 2G Standard GSM und dessen Erweiterung GPRS. Erstmals waren mit UMTS möglich bzw. realistisch:

  • Gleichzeitig telefonieren und surfen.
  • Schnelles mobiles Internet mit 6-facher ISDN-Geschwindigkeit.
  • Videotelefonate.
  • Videonachrichten in guter Qualität verschicken.
  • Größere Datenmengen (z.B. Fotos, Videos) in kurzer Zeit senden und empfangen
  • Online-Verbindung ohne spezielles Einwählen nutzen

Was ist GPRS?

GPRS (General Packet Radio Service) basiert auf dem ersten digitalen Mobilfunkstandard GSM und ermöglicht z.B. mobiles Internet. GPRS teilt die zu übertragenden Daten in Pakete auf und ermöglicht dadurch gegenüber GSM eine etwas schnellere Datenverbindung. Im Vergleich zu LTE ist sie extrem langsam – aber genügt mit etwas Geduld etwa für den Versand von E-Mail, Surfen auf einfachen Webseiten oder Postings in sozialen Netzwerken.

Netzabdeckung: Wechsel zwischen Mobilfunkstandards

Die Netzabdeckung innerhalb Deutschlands liegt bei allen Mobilfunkanbietern unter 100%. Manchmal ist 4G verfügbar, manchmal 3G, manchmal nur 2G. Das Gute daran: Der Wechsel erfolgt automatisch zwischen Mobilfunkstation und Smartphone.

Sofern man einen Handyvertrag mit LTE nutzt und in den Handyeinstellungen nicht speziell LTE oder 3G blockiert, greift man automatisch auf die schnellste verfügbare Übertragungstechnik zu.

In einem Gebiet mit LTE-Versorgung wird automatisch das 4G-Netz genutzt. Außerhalb des LTE-Netzes wird reibungslos auf das UMTS-Netz umgeschaltet – oder auf das GSM-/GPRS-Netz, wenn auch 3G nicht verfügbar ist.

Welche LTE Frequenzen gibt es in Deutschland?

Hersteller geben bei Ihren Smartphones meist die unterstützten Frequenzen in MHz an. Manchmal nennen sie zusätzlich oder stattdessen aber auch das LTE Band – eine Zahl zwischen 1 und 26, die jeweils eine bestimmte Bandbreite bezeichnet.
Dabei ergeben sich oft drei Fragen:

  • Welches LTE Band gehört zu welcher Frequenz?
  • Welche deutsche Netzanbieter unterstützt das?
  • Ist die jeweilige Frequenz durch die Netzabdeckung vor Ort verfügbar?

Deshalb haben wir hier eine Tabelle zusammengestellt, die hoffentlich hilfreich ist. Anhand der Angaben auf der Packung oder in unseren technischen Details sollte man damit die wichtigsten Infos zur Hand haben. Vor allem wenn es um Importe aus anderen Ländern geht. Denn oft sind 4G-fähige Handys nur für die Netze in der jeweiligen Herkunftsregion ausgelegt. Inwiefern sie auch zu den deutschen Mobilfunknetzen passen, sollte man daher unbedingt vor dem Kauf selbst prüfen.

Frequenz in MHzWelche LTE Bänder nutzen diese Frequenz?In Deutschland
angeboten von...?
Wo in Deutschland
verfügbar?
70012, 13, 14, 17
80020o2*, Telekom mobile, VodafoneEher im ländlichen Raum
8505, 19, 26
9008
17004
18003Telekom mobile, E-Plus*Eher im städtischen Raum
19002, 25
21001
26007Alle NetzbetreiberEher im städtischen Raum
350022
* o2 und E-Plus legen seit 14.04.2015 ihre Mobilfunknetze zusammen. Dieses so genannte "National Roaming" gilt allerdings zunächst noch nicht für LTE (4G), sondern für UMTS (3G).

Kurz zusammengefasst: Aktuell wird LTE auf drei Frequenzbändern gesendet: 800 MHz, 1800 MHz und 2600 MHz. Welches Band einem Handy konkret zur Verfügung steht, hängt vom Tarifanbieter und vom Ort ab. Wie ist die Netzabdeckung vor Ort? Das können wir nicht pauschal sagen. Aber: Die Netzbetreiber bieten meist Karten zur Netzversorgung an. So kann man schnell selber prüfen, ob in Wohnung, Büro oder Uni LTE möglich ist.

LTE Netzabdeckung vor Ort: Die Deutschlandkarten der Provider

NetzbetreiberWelche Details zeigt die 4G-Karte?Link zur Netzabdeckung
o2 (Telefónica)Empfangsqualität in 5 Abstufungen.
Separat für "Im Freien" und "In Gebäuden".
Zur o2 Deutschlandkarte
E-Plus (Telefónica)Empfangsqualität in 5 Abstufungen.
Separat für "Im Freien" und "In Gebäuden".
Zur E-Plus Deutschlandkarte
T-MobileMaximaler Surfspeed (bis 50, bis 150, bis 300 Mbit/s).
Empfang innerhalb / außerhalb von Gebäuden.
Zur T-Mobile Deutschlandkarte
VodafoneVerfügbare Netzfrequenzen
Empfang innerhalb / außerhalb von Gebäuden.
Zur Vodafone Deutschlandkarte

Weitere Entwicklung: 700 MHz LTE Frequenz weltweit geplant

Für die Planung der Funkfrequenzen ist die WRC zuständig. Diese „World radiocommunication conference“ findet alle vier Jahre statt. Veranstalter ist die ITU (International Telecommunication Union) mit 193 Mitgliedsländern. Nach 2015 finden die nächsten beiden sogenannten Wellenkonferenzen 2019 und 2023 statt.

Die Ergebnisse der WRC 2015

Die Konferenz hat deutlich mehr Frequenzen für Mobilfunk vereinbart. Insgesamt kommen, in unterschiedlichen Bereichen, weltweit etwa 400 MHz an Bandbreite hinzu. Es handelt sich um folgende Spektren.

BereichBandbreite
700 MHzca. 100 MHz
(694-790 MHz)
1500 MHzca. 50 MHz
3400 - 3600 MHzca. 200 MHz

Besonders interessant dabei ist das 700 MHz Band. Es ist nun quasi weltweit für Mobilfunk vorgesehen. In Nordamerika und Asien ist dies bereits weitgehend der Fall. Nahezu alle anderen Märkte schließen sich künftig an. LTE Smartphones, die das 700 MHz 4G-Band unterstützen, können also mittelfristig in noch mehr Ländern mobil Daten übertragen.

Vorteile der Vereinheitlichung

  • Datenroaming funktioniert noch besser.
  • Import wird entspannter. Denn je einheitlicher die Netze global sind, desto besser kann man im Ausland produzierte Handys auch im Inland nutzen.

Was sind LTE „FDD“ und „TDD“?

FDD und TDD sind unterschiedliche LTE Netztechniken. Sie unterscheiden sich so sehr, dass ein Handy nur in demjenigen 4G Netz funktioniert, das die passende LTE Netztechnik einsetzt. Diese muss also ebenso durch das Smartphone unterstützt werden wie die vorhandenen Netzfrequenzen (s.o.).

  • Ein Dual-SIM Handy, das nur FDD-LTE unterstützt, kann daher auch nur in einem FDD-LTE Netz, aber nicht in einem TDD-LTE Netz online gehen – und umgekehrt.
  • Allerdings gibt es inzwischen viele Modelle, die sowohl die eine als auch die andere Übertragungsart beherrschen.

LTE Technik: Unterschiede im Vergleich

FDD

FDD sendet und empfängt gleichzeitig, und zwar auf verschiedenen Frequenzen. Die Abkürzung bedeutet Frequency Division Duplexing, also „Frequenztrennung bei Senden und Empfang“. Im 800 MHz-Netz steht z.B. der Bereich von 791-821 MHz für Downloads zur Verfügung, der Bereich von 832-862 MHz für Uploads.

FDD Netze sind weltweit stark verbreitet

  • Deutschland
  • Europa (weitgehend)
  • USA
  • Japan
  • Südkorea
  • Afrika (weitgehend)

TDD

TDD sendet und empfängt zeitversetzt auf derselben Frequenz. Die Abkürzung steht für Time Division Duplexing, also „Zeitgetrenntes Senden und Empfangen“. Die Wechseldauer ist allerdings so schnell, dass sie beim Telefonieren und Surfen nicht als Wartezeit wahrgenommen wird.

TDD Netze gibt es vor allem in Süd- und Ostasien

  • China,
  • Indien, Sri Lanka, Indonesien
  • Australien
  • Russland
  • Brasilien
  • Saudi-Arabien

Es ist insofern durchaus wichtig, vor allem bei Import-Smartphones wie Chinahandys sicher zu gehen, dass diese den in Deutschland üblichen Standard unterstützen. Hierzulande offiziell erhältliche Smartphones sollten diesen eigentlich immer beherrschen – ein Kontrollblick in die Handydaten kann aber sicher nicht schaden.

Kurze Technik-Checkliste vor dem Smartphone-Kauf

Dual-SIM LTE CheckSo viele Fakten, worauf muss ich beim Kauf achten? Wir haben eine kleine Liste für Sie zusammengestellt:
Ihr neues Handy eignet sich für Dual-SIM LTE, wenn es …

  • mindestens eine der Netzfrequenzen unterstützt, die Ihr Mobilfunkanbieter betreibt – achten Sie dabei darauf, ob Sie das Phone eher in der Stadt oder auf dem Land nutzen wollen (siehe oben in der Tabelle)
  • die Übertragungstechnik FDD-LTE in diesen Netzfrequenzen unterstützt – das ist in aller Regel nur dann zu prüfen, wenn es sich um ein importiertes Gerät handelt.

Auf den passendem Tarif kommt es ebenfalls an

  • Damit Sie die Geschwindigkeitsvorteile von 4G nutzen können, muss die entsprechende Übertragungsgeschwindigkeit von Ihrem Mobilfunkanbieter auch bereitgestellt werden. Auch wenn das jeweilige Netz grundsätzlich LTE bietet, ist die Nutzung jedoch nicht mit jedem Handytarif möglich – schauen Sie daher auf in den Vertragsbedingungen nach.
  • Falls Sie zu einem neuen LTE Handy auch einen passenden Tarif suchen, hilft ein Handyvertrag Vergleich häufig weiter.