Blackview Ultra: „iPhone 6“ Dual-SIM Klon

Blackview Ultra: iPhone 6 Dual-SIM Klon
  • Android 4.4 + iOS Simulation
  • 4,7″ Display, 1280×720 Pixel
  • UMTS, WLAN
  • 1,3 GHz Quad-Core Prozessor
  • Im Preisvergleich ab

 

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Das Blackview Ultra erinnert nicht zu knapp an das aktuelle Apple Phone und hat mit ihm nicht nur in der Optik, sondern auch in den Abmessungen viel gemeinsam. Da ein Dual-SIM iPhone 6 nicht verfügbar ist, könnte das Blackview Ultra insofern eine interessante Wahl sein. Jenseits der äußeren Werte sind die Unterschiede schon größer, aber das Chinahandy schlägt sich richtig gut: Android und iOS stehen zur Auswahl, eine einhändige Steuerung dank Gestenerkennung auf der Rückseite, ein sehr niedriger Preis – das Blackview Ultra ist nicht nur ein Schnäppchen Tipp, sondern lässt sich auch gut im Alltag nutzen.
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4,7-Zoll-Display

Blackview Ultra Test Unboxing

Auch die Verpackung ahmt dem Design des BlackView Ultra „Vorbilde“ nach.

4,7 Zoll – damit ist die Bilddiagonale von Blackview Dual-SIM und iPhone 6 „zufälligerweise“ identisch. Der Klon zeigt aber eine etwas geringere Auflösung als das Retina-Display. Statt 1334×750 stehen 1280×720 Pixel und somit normales HD zur Verfügung. Der kapazitative Screen bietet übrigens 5-Punkt-Erkennung.
Die Bildqualität (Helligkeit, Farbintensität) ist unserem ersten Eindruck nach gut, der Blickwinkel könnte trotz IPS-Display noch stabiler sein. Im weiteren Blackview Ultra Test werden wir das noch genauer klären.

Gestensteuerung auf der Rückseite

Der obere mittige Bereich des Rückencovers – das Gehäuse ist übrigens in Gold/Champagner, Silber und Schwarz/Anthrazit erhältlich – ist berührungsemfindlich. Über einfache Gesten (Streichbewegungen in Form von Buchtstaben) kann man das Chinahandy aus dem Standby aufwecken und bestimmte Apps aufrufen, außerdem durch Wischen mit dem Zeigefinger (hoch/runter sowie rechts/links) zwischen Inhalten hin- und hernavigieren.

Das ganze funktioniert sehr intuitiv, und vor allem ohne dass man dafür mit dem Daumen das Display berühren muss. Gerade wenn man nur eine Hand frei hat oder falls das Display für die „Daumenreichweite“ etwas zu groß ist, eine nette Erleichterung.

Sieht fast wie ein iPhone Dual-SIM aus: Das Ultra von Blackview

Das Blackview Ultra lässt sich auch über Gesten auf der Rückseite steuern (im hier linierten Feld). Als typisches Chinahandy ist das 100-€-Phone nur per Import erhältlich.

Android? iOS? Beides. Quasi.

Dass auf dem iPhone Dual-SIM Klon Android läuft. ist natürlich keine Überraschung. Blackview setzt hier auf das weiterhin ausreichend aktuelle Android 4.4. Für diese Preisklasse geht das in Ordnung.

Wirklich interessant ist jedoch die Möglichkeit, bei eingeschaltetem Smartphone innerhalb von einer halben Minute auf eine Art iOS umzuschalten. Und zwar auf ein iOS, das bis tief in Menüs hinein von dem auf einem iPhone 6 gar nicht so leicht zu unterscheiden ist.
Irgendwann stößt dieses „iOS auf Android-Basis“ zwar an seine Grenzen und Anbindungen an Apple-Dienste wie etwa iTunes sind nicht möglich. Aber in der üblichen Alltagsnutzung kann man fast vergessen, dass man hier einen Klon der 100 Euro Kategorie und kein originales Apple Handy in der Hand hält.

Wer im iOS-Mode Freunde auf den Bildschirm schauen lässt, kann also angesichts von Gehäuse, Größe und Displayinhalt durchaus mal den Eindruck erwecken, ein Dual-SIM iPhone zu besitzen. Da wird man schnell zum Gesprächsthema.

Mobiles Internet: Hier zeigt das Blackview Ultra Schwächen

Dass ein so günstiges Modell Dual-SIM LTE bieten würde, erwartet sicher keiner. Aber zumindest eine komplette UMTS-Nutzung aller vier deutschen Handynetze wäre doch ganz schön. Denn die Netze von o2, Vodafone, Telekom und E-Plus funken auf vier UMTS Frequenzen (850, 900, 1900, 2100 MHz). Das Ultra unterstützt davon aber nur zwei: 850 und 2100 MHz.

Wer deutschlandweit Netzabdeckung mit 3G wünscht oder in einer Gegend wohnt, in der nur 900 und 1900 MHz verfügar sind, kann also nur per 2G ins (dann langsame) mobile Internet gehen. Auf WLAN (802.11 b/g/n) kann man allerdings ebenfalls zurückgreifen, der schnelle neue ac-Standard ist wie bei den meisten nicht-Highend Handys auch beim Ultra nicht verfügbar.

SIM-Karten einlegen

Als SIM-Karten lassen sich 1x Micro-SIM und 1x Standard-SIM einlegen. Anders als beim „Original“ ist dafür kein SIM-Tray erforderlich. Vielmehr lässt sich das Rückencover wie von anderen Android-Phones gewohnt abklipsen.Vorteil nebenbei: Der Akku ist dadurch ebenfalls zugänglich und lässt sich wechseln.

SIM1 und SIM2 haben ihre Steckplätze nebeneinander und sind per eingestanzter Schrift gekennzeichnet. SIM1 ist die großformatige Standard-, SIM2 die kleinere Micro-SIM. Etwas daneben ist der Slot für die micro-SD Karte. Parallel auf beiden SIM-Karten zu telefonieren ist (wie bei allen aktuellen Modellen im Handy Test) nicht möglich, duales mobiles Internet soweit wir sehen konnten allerdings schon.

Die Maße: passt das iPhone Zubehör?

OK, wenn man schon ein iPhone-inspiriertes Dual-SIM Phone nutzt, wäre es doch besonders praktisch auch das iPhone Zubehör wie Cover und Handhüllen nutzen zu können. Wie sieht es also mit den Abmessungen aus? Das Blackview Ultra kommt hier auf 140 x 67,8 x 8,2 mm. Das iPhone 6 hat 138,1 x 67 x 6,9 mm.

Die Breite ist also fast identisch, der Klon ist jedoch 2 Millimeter länger und dicker. Am besten also im Handel kurz ausprobieren, ob das gewünschte Handycover die leichte Abweichung noch mitmacht oder doch nicht mehr passt, bevor man es kaufen sollte.

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